(ots) - FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat keinerlei Interesse
daran, das Buch seines Parteifreundes und Ex-Spitzenkandidaten Rainer
Brüderle über dessen "Dirndl-Affäre" zu lesen. "Das mag für Herrn
Brüderle wichtig sein. Aber das hilft der liberalen Sache nicht
weiter, weil es ja nur rückwärtsgewandt sein kann", sagte Kubicki der
in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" (Mittwoch-Ausgabe). Kubicki
macht auch, anders als Brüderle, nicht eine Medienkampagne
verantwortlich für den parlamentarischen Tod der FDP im Bundestag.
"Ich kann auch dieses Gejammere, die Medien sind böse zu uns, nicht
mehr hören. Das ist alles albern. Man ist für seine Kommunikation
immer selbst verantwortlich", so Kubicki.
Die FDP sei "untergegangen, weil der Auftritt überhaupt nicht
korrespondierte mit der Wirkung. Der Auftritt war, wir wuppen die
Welt und die Wirkung war bei den Menschen, die bewegen nichts." Die
FDP wolle zukünftig "ruhiger, aber etwas bestimmter" auftreten.
Mittlerweile gebe es "wieder ein einigermaßen stabiles Gerüst", um
neue Antworten zu finden. "Aber der Pfeil saß tief und der
Ablehnungseffekt ist nach wie vor vorhanden. Die Menschen trauen der
neuen Führung zwar vieles zu, aber noch nicht so richtig über den
Weg." Als überlebenswichtig sieht Kubicki die Bundestagswahl 2017 an.
"Wenn die FDP 2017 den Deutschen Bundestag nicht mehr erreicht, dann
wird es aus meiner Sicht nahezu unmöglich sein, vier Jahre später
noch mal wiederzukommen."
Auf die Frage, ob er Brüderle einen Verkaufserfolg mit seinem Buch
wünsche, sagte Kubicki: "Er hat finanziell genug, er war ja lange
genug im Bundestag und Minister. Hungern muss er also schon jetzt
nicht."
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