PresseKat - Westfalenpost: Für die AVU geht es um Glaubwürdigkeit

Westfalenpost: Für die AVU geht es um Glaubwürdigkeit

ID: 1043151

(ots) - In der Haut des AVU-Vorstandes möchte man derzeit
nicht stecken. Das ist nicht verwunderlich bei einem
Ermittlungsverfahren im Anfangsstadium gegen einen Ex-Kollegen und
diffuse Hinweise darauf, dass auch andere Mitarbeiter
Freundschaftsdienste oder Aufmerksamkeiten zu Unrecht erhalten haben
könnten. Deshalb handelt Dieter ten Eikelder: Er greift zu einem
ungewöhnlichen Mittel und erlässt ein Amnestieprogramm. Das aber
springt zu kurz.

Es war Anfang der 2000er Jahre, als das Thema Vorteilsnahme in
kommunalen Gesellschaften und in Verwaltungen die Mächtigen in Köln,
Wuppertal oder Hagen fortspülte. Damals wurde klar, dass ein neues
Bewusstsein entstanden ist für kleine und größere Gefälligkeiten. Und
obwohl es ausgesprochen schwierig ist, dieses System der
Günstlingswirtschaft aufzudecken und gerichtsfest zu machen, gab es
etliche Urteile dazu.

Seither haben diverse Manager Regeln aufgestellt, um Korruption zu
verhindern und Klarheit für die Mitarbeiter zu schaffen. Bei der AVU
hat dieser Selbstreinigungsprozess damals nicht stattgefunden.
Vielleicht, weil man nicht betroffen war. Wer stellt die Mitarbeiter
schon gerne unter einen Verdacht, nur weil irgendwo gerade ein
Korruptionsfall aufgedeckt wurde? Nun aber ist die Situation anders.
Es gibt einen Anfangsverdacht. Deshalb muss das Unternehmen
entschlossen und transparent handeln. Die Dinge müssen aufgeklärt -
möglicherweise entkräftet - werden. Dazu aber ist ein
Amnestieprogramm nur das zweitbeste Mittel. Besser wäre eine externe
Sonderprüfung. Allein ein durch den Aufsichtsrat beauftragter
unabhängiger Experte kann Selbstbedienungs-Anwürfe entkräften. Bei
der AVU geht es um die Glaubwürdigkeit gegenüber den Kunden.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160





Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Schwäbische Zeitung: Kommentar: Kopflose Netzpolitik Westfalenpost: Landesweiter Verbund von Anti-Windkraft-Initiativen: Ausbau mit Augenmaß
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.04.2014 - 21:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1043151
Anzahl Zeichen: 2029

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Für die AVU geht es um Glaubwürdigkeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost