(ots) - Wenn der bedrohte Feldhamster milliardenschwere
Bauprojekte stoppt oder zu seinem Schutz kostspielig umgesiedelt
werden muss, sind Empörung und Spott über solchen "Unsinn" vor Ort
meist gewaltig. Man darf davon ausgehen, dass ein großer Teil dieser
Kritiker und Spötter aber erst einmal betroffen schaut angesichts der
Nachricht, dass jede dritte Tierart in Deutschland bedroht ist.
Willkommen zwischen Anspruch und Wirklichkeit! Nicht nur vor diesem
Hintergrund haben es Umweltschützer und -politiker schwer, die Masse
der Bevölkerung für das Thema Artenvielfalt zu sensibilisieren. Zu
abstrakt oder unbekannt sind oft die Zusammenhänge und
Begrifflichkeiten - allein mit dem Stichwort "Biodiversität" werden
die Kämpfer für die Umwelt schon einen Großteil der Menschen
verlieren. Es ist richtig und wichtig, den wachsenden
Flächenverbrauch etwa durch Maisanbau oder intensive Landwirtschaft
zu stoppen, Gebiete zu schützen oder zu renaturieren. Und wenn es der
Bundesregierung mit dem Artenschutz ernst ist, wird sie für
entsprechende Maßnahmen auch Geld in die Hand nehmen müssen. Noch
wichtiger aber ist, in den Köpfen vor allem der heranwachsenden
Generation für ein nachhaltiges, umweltbewusstes Denken zu sorgen und
sie für das Thema zu begeistern: mit Projekten in Kitas und Schulen,
bei denen sich Kinder und Jugendliche für ihre Umwelt engagieren und
lernen, welche dramatischen Folgen das Aussterben der Arten haben
wird - und dass auch der Feldhamster Schutz benötigt.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral(at)vrm.de