(ots) - Der Deutsche Behindertenrat (DBR) fordert eine
"strategische Gesamtausrichtung" des Umsetzungsprozesses der
UN-Behindertenrechtskonvention. "Der Handlungsbedarf für Deutschland
ist groß und der Nationale Aktionsplan der Bundesregierung reicht
nicht aus. Behinderte Menschen sind enormen Benachteiligungen
ausgesetzt. Allein die doppelt so hohe Arbeitslosenquote zeigt, wie
schwer die Situation für behinderte Menschen am Arbeitsmarkt ist",
sagt der DBR-Sprecherratsvorsitzende Adolf Bauer aus Anlass des
fünften Jahrestages der Ratifikation der Behindertenrechtskonvention.
"Zudem gibt es nur unzureichende Fortschritte im Bereich der
inklusiven Bildung. Nach wie vor werden behinderte Kinder im System
der Sonderschulen isoliert." Dies gelte auch für Leistungen zur
sozialen Teilhabe, die nur unter Einkommens- und Vermögensanrechnung
gewährt wird. "Damit bleibt die finanzielle Situation für viele
behinderte Menschen und deren Familien prekär."
Dabei hat sich in den vergangenen Jahren auch durchaus einiges zum
Positiven geändert. Aus Sicht des DBR wächst das gesellschaftliche
Bewusstsein, Inklusion als eine Chance für mehr Teilhabe und
gesellschaftlichen Fortschritt zu begreifen. "Immer mehr verstehen,
dass sich die Anstrengungen lohnen, damit Menschen mit Behinderungen
gleichberechtigt leben können. Doch es bleibt noch sehr viel zu tun",
betont Bauer. "Im Herbst wird die Bundesregierung vor den Vereinten
Nationen Rede und Antwort stehen müssen, wie weit sie bei der
Umsetzung der Konvention gekommen ist."
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat am 3. Dezember 2013 den
Vorsitz im Sprecherrat des DBR für das Jahr 2014 übernommen. Im DBR
haben sich alle wichtigen Organisationen behinderter und chronisch
kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert
mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
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