(ots) - "In keinem EU-Land werden mehr Kinder an
Sonderschulen verwiesen als In Deutschland. Diese Entwicklung ist
verhängnisvoll. Denn die weit überwiegende Zahl der Abgänger verlässt
die Sonderschule ohne einen Abschluss." Das erklärte SoVD-Präsident
Adolf Bauer am Mittwoch beim bundesweiten Gipfel "Inklusion - Die
Zukunft der Bildung" in Bonn. Der Verbandspräsident schlug Maßnahmen
vor, um die inklusive Bildung zu beschleunigen. "Erforderlich sind
länderübergreifende Mindeststandards, verbindliche Strukturen in den
Schulen und gezielte Fortbildungen für Fachkräfte und Pädagogen. Ziel
muss es dabei insbesondere sein, die Behindertenverbände zu
beteiligen und die Kommunen einzubinden. Damit der gemeinsame
Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderungen schneller
vorankommt, müssen die Bildungspolitiker aus Bund und Ländern endlich
an einen gemeinsamen Tisch und verbindliche Beschlüsse fassen.",
sagte Bauer.
Die UN-Behindertenrechtskonvention ist seit März 2009 in
Deutschland in Kraft. Sie ist verbindlich für Bund, Länder und
Kommunen. Ein Viertel der knapp 500.000 Schüler mit
sonderpädagogischem Förderbedarf besucht eine Regelschule.
Mehr Informationen:
TV-Clip Inklusion und Schule
http://www.youtube.com/watch?v=XXIKwVIsgnw&list=PL93BC8907D326924A
Sozial-Info Inklusive Bildung für behinderte Kinder http://www.sov
d.de/fileadmin/downloads/sozial-infos/pdf/2012-01-23_Sozial-Info_Inkl
usive_Bildung_fuer_behinderte_Kinder.pdf
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
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