(ots) - Der gescheiterte Sprengstoffanschlag auf den Bonner
Hauptbahnhof war eine Reaktion auf die Aktivitäten der rechtsextremen
Partei "Pro NRW". Das geht aus der Anklageschrift gegen Marco G.
hervor, wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe) berichtet.
Der radikal-islamistische Salafist, der für das versuchte Attentat
vom 10. Dezember 2012 verantwortlich gemacht wird, soll demnach laut
Bundesanwaltschaft auch die Idee für ein Mordkomplott gegen die
Spitze von "Pro NRW" gehabt haben. Mit drei Komplizen habe er
geplant, den Pro-NRW-Vorsitzenden Markus Beisicht zu ermorden, heißt
es in der Anklageschrift. Als Grund soll Marco G. den
islamfeindlichen Wahlkampf von "Pro NRW" angegeben haben. Weil
Gerichte deren Wahlkampf-Aktionen nicht verhindern konnten, habe sich
seine Wut auch gegen den Staat gerichtet.
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