(ots) - Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz
Hilgers, hat die große Koalition vor einer Verschiebung der geplanten
Kindergeld-Erhöhung gewarnt. "Ich halte davon nichts", sagte er dem
"Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe) mit Blick auf am
Dienstag bekannt gewordene Überlegungen. "Das meiste Geld für ihre
Kinder bekommen in Deutschland die, die sehr viel verdienen und den
Spitzensteuersatz zahlen. Wenn aber der Kinderfreibetrag erhöht
werden muss, was aus verfassungsrechtlichen Gründen geboten und auch
richtig ist, dann wird die Schere zwischen dem Durchschnittsverdiener
und dem Gutverdiener immer größer." Hilgers fügte hinzu: "Wir sind
der einzige entwickelte Staat, der den Gutverdienern für ihre Kinder
mehr gibt als den Durchschnittsverdienern. Zugleich wird
Hartz-IV-Empfängern das Kindergeld noch abgezogen. Das vergrößert die
Schere weiter. Wenn man das dauerhaft macht, kriegt man auch immer
mehr Aufstockerfamilien. Das heißt, es rechnet sich auch nicht." Dem
Staat solle "eigentlich jedes Kind gleich viel wert sein", schloss
der Kinderschutzbund-Präsident. Deshalb sei eine Kindergrundsicherung
das Beste.
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