(ots) - Der ehemalige grüne Bundestagsabgeordnete Wolfgang
Wieland wünscht sich von dem früheren SPD-Bundestagsabgeordneten
Sebastian Edathy Einsicht in die moralische Problematik seines
zurückliegenden Tuns. Edathy habe im NSU-Untersuchungsausschuss des
Bundestages "gut gearbeitet" und sich "ein hohes Renommee" im Kampf
für die Rechte von Migranten und gegen den Rechtsextremismus
erworben, sagte Wieland, der auch in dem Gremium saß, dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe). Er fügte jedoch mit Blick auf die
aktuellen Vorwürfe hinzu: "Ich habe keine Reflektion und keine
Selbstkritik gehört. Er schlüpft in die Rolle des verfolgten Opfers."
Denn selbst wenn es stimme, dass Edathy lediglich legales
kinderpornografisches Material aus Kanada bezogen habe, bleibe es
doch dabei, dass er so "die Ausbeutungsindustrie am Laufen" gehalten
habe. Wieland räumte ein: "Edathy ist in einer schwierigen Lage." In
diese Lage habe er "sich allerdings selbst gebracht. Letztlich tut er
leider alles dafür, das Ganze zu einem unschönen Fall werden zu
lassen. Das ist nicht gut."
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