(ots) -
Die Besuche von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am
Montag in Würzburg und Erlangen wurden von Bürgerprotesten begleitet.
Aktive des Kampagnennetzwerkes Campact protestierten lautstark gegen
Gabriels Pläne, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu deckeln. Ein
Campact-Aktiver mit einer Großmaske von Gabriel hielt symbolisch
einen Riesen-Deckel über eine drei Meter hohe Windrad-Attrappe.
Zahlreiche Bürger forderten mit Sprechchören und Plakaten, die
Energiewende nicht auszubremsen.
"Mit seinen Plänen gefährdet Gabriel Atomausstieg und
Klimaschutz", sagte Oliver Moldenhauer von Campact. "Wenn Gabriel
sich durchsetzt, wird bis 2022 nicht genug Erneuerbare Energie
produziert werden, um die noch laufenden neun Atomkraftwerke zu
ersetzen und den Anteil klimaschädlicher Kohlekraft zu senken. Man
muss kein Prophet sein, um vorher zu sehen, das uns dann eine neue
Debatte über längere Laufzeiten für diese alten Schrottreaktoren
droht."
Zudem sei es unsinnig, mit der Windkraft an Land ausgerechnet die
kostengünstigste Erneuerbare Energie auszubremsen. "Die Erneuerbaren
Energien machten Deutschland unabhängiger von teuren Energieimporten
aus dem Ausland und helfen, Umweltschäden zu vermeiden. Wenn Gabriel
wirklich die Stromkunden entlasten will, sollte er die völlig
ausgeuferten Industrierabatte bei der EEG-Umlage reduzieren. Und
nicht Ausbau von Wind- und Solarenergie künstlich deckeln", sagte
Moldenhauer.
Moldenhauer übergab Gabriel die Unterschriften von mehr als
215.000 Menschen, die bisher den Online-Appell "Energiewende nicht
absägen" unterzeichnet haben. Der Online-Appell kann hier
unterzeichnet werden:
https://www.campact.de/energiewende/appell-2014/teilnehmen/
Pressekontakt:
Oliver Moldenhauer, Energiewende-Campaigner von Campact e.V.,
moldenhauer(at)campact.de, mobil 0177-3068911
Weitere Informationen: www.campact.de/energiewende