PresseKat - Westfalenpost: Westfalenpost zur Krise auf der Krim

Westfalenpost: Westfalenpost zur Krise auf der Krim

ID: 1026634

(ots) -

Geschichte droht sich zu wiederholen. Doch der
neue Kalte Krieg wird im Gegensatz zum früheren Ost-West-Kräftemessen
das Ungleichgewicht wohl nicht mehr los. Auf der Krim zeigt Wladimir
Putin der Welt, dass er ein Verschleiern seiner Übernahme-Planung
überhaupt nicht für notwendig erachtet. Ein eiskaltes Symbol großer
Verachtung aller Widersacher.

Was bleibt den starken
europäischen Nationen und US-Präsident Barack Obama? Das Mahnen und
Drohen. Erfolgsaussichten gleich Null. Rote Linien sind vom
Präsidenten der Weltpolizei USA schon in der Vergangenheit vergeblich
festgelegt worden. Wladimir Putin definiert Stärke nicht über
diplomatisches Geschick. Spätestens nach dem Ergebnis des Referendums
wird sich Russland durch "seine" Bevölkerung legitimiert sehen, die
Krim ins eigene Staatsgebilde zu integrieren, sie so dem befürchteten
Zugriff durch die Nato zu entziehen - und die Ukraine in Gänze weiter
zu destabilisieren. Dem gebeutelten Land bleibt reflexartig fast nur
noch Krieg.

Europa und die USA werden nicht sprachlos
zusehen, aber tatenlos. Die Warnungen vor einer neuen Spaltung
Europas sind nicht mehr als Petitessen. Sie lassen Putin kalt.
Sanktionen werden allein Symbolcharakter haben. Denn trotz der
russischen Verstöße gegen die Souveränität der Ukraine wird Putin vom
Westen nicht komplett isoliert werden. In Afghanistan, Syrien und im
Iran reicht die Stärke der Europäer und der USA allein nicht aus, um
Brandherde zu befrieden. Die Energieressourcen Russlands und deren
Bedeutung für Westeuropa haben wir dann noch gar nicht bewertet. Der
russische Präsident taktiert nicht, er riskiert. Viel. Zu viel? Diese
Frage müsste Barack Obama beantworten - und zwar deutlich. Darauf
setzen sollten die Ukrainer nicht.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion





Telefon: 02331/9174160


Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Westfalenpost: Westfalenpost zum Verhalten des BKA-Chefs Jörg Ziercke Weser-Kurier: Kommentar von Martin Wein zu Bürgerentscheiden in Niedersachsen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.03.2014 - 20:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1026634
Anzahl Zeichen: 2070

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Westfalenpost zur Krise auf der Krim"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost