(ots) - Selten waren sich die Bundespolitiker in Berlin
so einig: Sie weisen das vernichtende Urteil einer Expertenkommission
gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurück. Die
Wissenschaftler - alles Ökonomen - mögen mit Teilaussagen Recht
haben. Dennoch stimmt aber auch: Nicht alles ist schlecht, was mit
dem EEG-Gesetz beabsichtigt wird. Ohne öffentliche Anreize wäre der
Anteil von Wind, Biogas und Solar an der Stromproduktion nie auf 25
Prozent gestiegen. Falsch war allerdings die auf 20 Jahre garantierte
Förderung ohne Ausstiegsklausel. Das führte zu Fehlentwicklungen, die
Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel schnell stoppen muss. Die
Ökostromförderung allein ist es nicht, die die Stromrechnung in den
vergangenen Jahren so stark nach oben getrieben hat. Für die
Industrie-Rabatte und Risikokosten der Energieproduzenten und
Netzbetreiber muss der Verbraucher zahlen. Kein Wunder, dass bei ihm,
der für jede Fehlentwicklung zur Kasse gebeten wird, die Begeisterung
für die Energiewende nachlässt. Hier muss die Politik gegensteuern.
Das Gutachten sollte dabei als Weckruf dienen.
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