(ots) - Zu gravierend sind die Missstände beim Management
großer Rüstungsprojekte, zu groß ist der politische Druck, etwas zu
ändern. Schon ihr Vorgänger, Thomas de Maizière, wäre über das
Desaster bei der Beschaffung der Drohne Euro-Hawk fast gestolpert.
Doch während der diejenigen aufräumen lassen wollte, die dieses
Chaos mitverursacht haben, wagt Ursula von der Leyen einen Neustart.
Wenn der nicht nur ein Knalleffekt sein soll, sondern ein Einstieg in
eine Lösung der dahinterliegenden Probleme, dann wartet auf die
Ministerin harte Arbeit. Denn an der unheilvollen Allianz von
materialverliebten Militärs und geschäftstüchtiger Rüstungslobby
zulasten der Steuerzahler haben sich im Verteidigungsbereich schon
viele abgearbeitet - und nicht nur in Deutschland. Sollte es von der
Leyen hier tatsächlich gelingen, Transparenz und wirksames
Controlling zu implantieren, dann hätte sich die CDU-Politikerin
einen Platz unter den ganz Großen dieses Metiers verdient.
http://mehr.bz/stz578
Pressekontakt:
Badische Zeitung
Schlussredaktion Badische Zeitung
Telefon: 0761/496-0
redaktion(at)badische-zeitung.de