(ots) - Magdeburg. Sachsen-Anhalts Polizei droht ein
Fachkräftemangel - das befürchtet zumindest die Gewerkschaft der
Polizei (GdP). "In den nächsten zehn Jahren könnte uns das ereilen",
sagte GdP-Landeschef Uwe Petermann der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe). An der Polizeifachhochschule
Aschersleben (Salzlandkreis) sind die Bewerberzahlen zurückgegangen.
Petermann rechnet für die Zukunft mit einer Verschärfung insbesondere
für die Ausbildung zum gehobenen Polizeivollzugsdienst, weil dafür
Abitur benötigt wird, die Zahl der Abiturienten aber wahrscheinlich
abnehmen wird. In Aschersleben gibt es zwei Laufbahngruppen: Für
Polizeimeister-Anwärter (mittlerer Dienst) und
Polizeikommissar-Anwärter (gehobener Dienst). Für beide Laufbahnen
zusammen hat die Fachhochschule im vergangenen Jahr 3 014 Bewerbungen
bekommen, das waren 540 oder 15 Prozent weniger als im Vorjahr - und
in beiden Laufbahnen die niedrigste Zahl an Bewerbern seit 2005.
"Es gelingt uns seit Jahren außerordentlich gut, viele junge
Leute anzusprechen und für den Polizeiberuf zu gewinnen", sagte
Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) der MZ. "Aber auch in
Sachsen-Anhalt geht die Zahl der Bewerber zurück, weshalb wir uns
nicht auf dem Erreichten ausruhen dürfen", so Stahlknecht weiter.
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