WAZ: Diätenplan mit Geschmäckle
- Kommentar von Walter Bau
(ots) - Da hat sich die Große Koalition zu einem im Grunde
lobenswerten Entschluss durchgerungen - und schafft es doch gleich
wieder, durch unkluges Taktieren das verbreitete Vorurteil von der
"Selbstbedienungsmentalität" der Volksvertreter neu zu befeuern. Dass
sich die Zuwächse bei den Abgeordnetendiäten ab 2016 an der
allgemeinen Entwicklung der Bruttolöhne in Deutschland orientieren
sollen, ist eine richtige Entscheidung. Parlamentarier im Bundestag
müssen bei ihrer Entschädigung nicht besser behandelt werden als
Arbeitnehmer.
Aber: Dass sich die Abgeordneten, bevor diese Regelung greift,
noch einen kräftigen Schluck aus der Pulle genehmigen wollen, ist
übertrieben. Fast zehn Prozent Zuschlag auf die Diäten sind nicht
gerechtfertigt - auch wenn er in zwei Schritten erfolgt und man damit
dem Vorschlag einer Expertenkommission folgt.
Der zweite Punkt des schwarz-roten Vorhabens, der stutzig macht,
ist die Eile, mit der das neue Gesetz durchgepeitscht werden soll:
Gerade erst sind die Details des Diätenplans durchgesickert, da wird
das Gesetz schon in dieser Woche im Bundestag eingebracht. Offenbar
scheut man eine ausführliche Debatte und will die Sache schnell vom
Tisch haben. So schürt man Vorurteile. Siehe oben.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.02.2014 - 18:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1018131
Anzahl Zeichen: 1556
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Diätenplan mit Geschmäckle
- Kommentar von Walter Bau"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...