PresseKat - Mitteldeutsche Zeitung: Linkspartei Ermittlingen gegen Gysi stehen vor dem Ende

Mitteldeutsche Zeitung: Linkspartei
Ermittlingen gegen Gysi stehen vor dem Ende

ID: 1010321

(ots) - Halle. Die Ermittlungen der Hamburger
Staatsanwaltschaft gegen den Linksfraktionsvorsitzenden Gregor Gysi
wegen uneidlicher Falschaussage stehen vor dem Ende. Das berichtet
die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Montag-Ausgabe).
Die Staatsanwaltschaft wird am Freitag die ehemalige Dissidentin und
CDU-Bundestagsabgeordnete Vera Lengsfeld als voraussichtlich letzte
Zeugin vernehmen und vermutlich danach entscheiden, ob sie Anklage
erhebt oder das Verfahren einstellt. Das teilte die Sprecherin der
Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwältin Nana Frombach, der
"Mitteldeutschen Zeitung" mit. "Wir werden am 31. Januar Frau
Lengsfeld hören", sagte sie. "Wenn sie einen neuen Aspekt anspricht,
werden wir dem nachgehen. Wenn nicht, dann könnten wir Anfang Februar
eine Entscheidung verkünden." Der pensionierte Richter Lothar Thoß
und Lengsfeld hatten Gysi angezeigt, weil er im Kontext einer
geplanten ARD-Sendung behauptet hatte, "zu keinem Zeitpunkt über
Mandanten oder sonst jemanden wissentlich und willentlich an die
Staatssicherheit berichtet" zu haben. Die Staatsanwaltschaft
ermittelt seit einem Jahr, ob das den Tatsachen entspricht.
Ausgangspunkt ist ein "Spiegel"-Interview, das der 66-Jährige 1988
gab und über das er kurz darauf der Stasi Auskunft erteilte.
Lengsfeld war zudem im Januar 1988 auf dem Weg zur Demonstration für
Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht verhaftet, in Hohenschönhausen
inhaftiert und gen Westen abgeschoben worden. Der "Mitteldeutschen
Zeitung" sagte sie zu Gysis Rolle: "Ich habe ihn in Hohenschönhausen
erlebt. Er hat an meiner Abschiebung mitgewirkt, ohne dass er dafür
von mir ein Mandat hatte. Und er hat 25 Jahre lang nicht gesagt, von
wem er das Mandat hatte. Er hatte keines von mir. Er hatte keines von
der Kirche. Er hatte auch von keinem anderen ein Mandat. Und ohne
Mandat konnte er sich dort nicht bewegen. Da bleibt nur die Stasi




übrig."



Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200


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Datum: 27.01.2014 - 02:00 Uhr
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