PresseKat - Westfalenpost: zur ADAC-Affäre

Westfalenpost: zur ADAC-Affäre

ID: 1010091

(ots) -

Der gelbe Engel liegt am Boden. Die Flügel sind
wie gelähmt. Nur der Kopf bewegt sich noch. ADAC-Präsident Peter
Meyer mimt nach der Bruchlandung den Unschuldsengel, mahnt eine
Öffnung der Strukturen im Verein an und möchte die Mitglieder künftig
besser informieren. Hehre Vorsätze. Sie kommen zu spät, wirken
hilflos und werden verpuffen.

Mit der jüngsten Nachricht,
Präsidiumsmitglieder haben Rettungshubschrauber des ADAC für
Dienstreisen genutzt, hat sich der Automobilclub endgültig
entzaubert. Die Glaubwürdigkeit ist dahin, der Vertrauensverlust
enorm. Wenn Hubschrauber, aus öffentlichen Mitteln, Spenden und
Mitgliedsbeiträgen finanziert, nicht mehr im Einsatz um Leben und Tod
unterwegs sind, sondern die hohen Herren von A nach B bringen, gibt
es kein Pardon mehr. Der ADAC muss mit allen rechtlichen Mitteln
aufgebockt und durchleuchtet werden.

Dass das Amtsgericht
München den Status des Automobilclubs prüft, überrascht nicht. Nur
der Zeitpunkt. Warum nicht früher? Ein Verein, der alleine rund eine
Milliarde Euro Beiträge kassiert, der in allen Lebensbereichen
mitmischt, von Handyverträgen bis zu Versicherungen, ist längst kein
Verein mehr. Der ADAC ist ein Wirtschaftsunternehmen, das sein Geld
vermehren will. Die undurchschaubare Organisation erleichtert die
Geschäfte und hilft bei der Einflussnahme, in der Autoindustrie und
in der Politik.

Letztere, besonders in Bayern, hat der
ADAC mit seiner Kritik an der Maut mächtig verärgert. Warum werden
jetzt die Missstände aufgedeckt? Der bayerischen Landesregierung und
ihrem Bundesverkehrsminister Dobrindt kommt der tiefe Fall des ADAC
nicht ungelegen.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Westfalenpost: zu Gaucks offenen Worten Schwäbische Zeitung: Kommentar zu Frauen in der Bundeswehr - Zwei Welten begegnen sich
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.01.2014 - 20:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1010091
Anzahl Zeichen: 1966

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: zur ADAC-Affäre"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost