(ots) - Nach dem Willen der SPD sollen künftig keine
Minderjährigen mehr von der Bundeswehr rekrutiert werden. "Wir müssen
dazu kommen, dass Jugendliche mindestens 18 Jahre alt sind, wenn sie
ihren Dienst bei der Truppe antreten", sagte der Vorsitzende des
Verteidigungsausschusses, Hans-Peter Bartels (SPD), der in Düsseldorf
erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). Seine Partei trete
dafür ein, dass die UN-Kinderrechtskonvention auch in Deutschland in
vollem Umfang umgesetzt werde, und dazu gehöre auch der Verzicht auf
die Rekrutierung Minderjähriger. Nach dem Konzept der SPD sollte es
nicht Soldaten erster und zweiter Klasse geben. "Alle Soldaten
sollten vom ersten Tag an die gleichen Rechte und Pflichten haben,
und das geht nur, wenn sie volljährig sind", sagte Bartels. Das
Verteidigungsministerium hatte zuvor bestätigt, dass in den letzten
drei Jahren mehr als 3000 Minderjährige rekrutiert worden waren. Vor
ihrem 18. Geburtstag würden sie zwar an der Waffe ausgebildet, aber
nicht mit der Waffe eingesetzt. Außerdem dürften Minderjährige nicht
an Auslandseinsätzen teilnehmen.
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