(ots) - Die Grünen in NRW fordern Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft (SPD) auf, sich gegen die Energiewende-Pläne von
Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) zu stellen. Gabriels
Eckpunkte-Papier entspreche nicht dem, was Kraft in den
Koalitionsverhandlungen mitbeschlossen habe, sagte Fraktionschef
Reiner Priggen im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Mittwoch-Ausgabe). "Ich gehe daher davon aus, dass sie in Berlin
noch Änderungen durchsetzen wird, damit in NRW auch weiterhin
Windräder gebaut werden können", so der Grünen-Politiker. Kraft habe
versichert, dass die rot-grünen Ausbauziele bei der Windenergie
eingehalten werden können. SPD und Grüne in NRW haben sich
vorgenommen, bis 2020 den Anteil des aus Windenergie gewonnenen
Stroms auf 15 Prozent zu erhöhen. "Wenn Gabriels Pläne so umgesetzt
werden, dann können wir unser Düsseldorfer Ziel einpacken", sagte
Priggen. In NRW stünden 2014 unter diesen Umständen Investitionen
"von rund einer Milliarde Euro auf der Kippe". Der
Grünen-Fraktionschef warf Gabriel vor, falsche Anreize zu setzen:
"Das Ziel, Kosten zu deckeln, kann ich verstehen. Nicht aber, dass
Gabriel weiterhin Windparks auf Hoher See in großem Stil ermöglichen
will und bei Windrädern auf dem Land, die um die Hälfte günstiger
sind, bremst."
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