(ots) - Die frühere Bundesjustizministerin Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) soll nun doch am Regensburger
Katholikentag Ende Mai teilnehmen. Entgegen einem ursprünglichen
Votum des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer entschied die
Katholikentagsleitung, die FDP-Politikerin zu einem Podium über
"Religion im öffentlichen Raum" einzuladen, berichtet der "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). Voderholzer hatte sich zuvor
gegen die seiner Meinung nach einseitig-antikirchliche Besetzung des
Podiums gewandt. Daraufhin bat die zuständige Rednerkommission des
Katholikentags die Organisatoren, kirchliche Akademiedirektoren und
Sektenbeauftragte, auf Leutheusser zu verzichten. Die Liberale sitzt
im Beirat der laizistischen "Humanistischen Union". Die Organisatoren
bestanden aber auf ihrer Einladung. Sie begründeten dies unter
anderem mit dem Interesse, dezidiert kirchenkritische Positionen auf
dem Katholikentag zur Diskussion zu stellen. Diese Sicht der Dinge
hat sich offenbar in den Gremien durchgesetzt. Gebilligt wurde auch
die Teilnahme der Redaktionsleiterin der ZEIT-Beilage "Christ und
Welt", Christiane Florin. Ihre Rolle als Moderatorin des Podiums
hatte ebenfalls in Frage gestanden.
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