PresseKat - Westfalenpost: Westfalenpost zur Gesundheitspolitik

Westfalenpost: Westfalenpost zur Gesundheitspolitik

ID: 1007073

(ots) -

Die Lebenserwartung steigt, einst unheilbare
Krankheiten können durch den medizinisch-technischen Fortschritt oft
erfolgreich behandelt werden, auch Krebserkrankungen sind kein
endgültiges Schicksal mehr. Die Apparate-Medizin ist für Patienten
wie Ärzte ein Segen. Für den Heilungserfolg reichen Maschinen allein
aber nicht aus - es braucht das vertrauensvolle Gespräch mit dem
Arzt.

Seit Jahren beklagen Medizinethiker ein
Missverhältnis in der Honorierung von apparativen und "sprechenden"
Gesundheitsleistungen. Für Gespräche mit dem Doktor bleibt in
Sprechzimmern und am Krankenbett kaum Zeit. Im schlimmsten Fall
drohen Fehldiagnosen, die den Therapieerfolg gefährden, weil der
gestresste Arzt dem Kranken kaum zuhören kann.

Hier
muss die nächste Honorarreform ansetzen. Der Orthopäde, der von einem
Behandlungsraum zum nächsten hetzt und seine teuren Maschinen
auslastet, ist finanziell erfolgreich - der Arzt, der das Gespräch
sucht, wird mit geringen Pauschalen honoriert. Kranke wollen aber
nicht nur in die Röhre geschoben oder mit Pillen abgespeist werden.
Menschliche Zuwendung ist ein wesentlicher Bestandteil des
Heilungsprozesses.

Eine erfolgreiche
Gesundheitspolitik muss die ganzheitliche Betrachtung des Menschen
stärker in den Blick nehmen. Das wird ohne Korrekturen in der
Honorierung nicht möglich sein. Begegnungen zwischen Ärzten und
Patienten im Sekundentakt und für Kranke unverständliche Diagnosen
und Therapien erschweren die Heilung. Patienten, die sich erst im
Internet über Nebenwirkungen und andere Risiken informieren müssen,
sind ein Armutszeugnis für die Gesundheitspolitik.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Berliner Zeitung: Zur Debatteüber Homophobie: Westfalenpost: Westfalenpost zur ADAC-Affäre
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.01.2014 - 20:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1007073
Anzahl Zeichen: 1964

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Westfalenpost zur Gesundheitspolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Peking unter Druck ...

Friedensnobelpreis für Liu Xiaopo Von Eberhard Einhoff Eine mutige Ehrung für einen Mutigen - klar und eindeutig ist diesmal die Entscheidung des Nobel-Komitees. Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auszuzeichnen, einen in Haft sitzenden ch ...

Westfalenpost: Abgefahren ...

Tests mit überlangen Lkw Von Rolf Hansmann Probieren geht bekanntlich über Studieren. Im Fall der überlangen Lkw (Gigaliner) auf deutschen Autobahnen freilich ist jeder weitere Test so überflüssig wie ein Schlagloch auf einer frisch geteer ...

Alle Meldungen von Westfalenpost