(ots) - Wegen des Verdachts, den Einsturz des Kölner
Stadtarchivs verursacht oder mitverursacht zu haben, hat die
Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen gegen etwa 90 Personen
eingeleitet. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" in seiner
Samstagausgabe. Betroffen sind nach Informationen der Zeitung
beispielsweise Mitarbeiter der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB),
Angestellte der Baukonzerne Bilfinger Berger, Züblin und Wayss &
Freitag sowie die Beschäftigten einiger Subunternehmen, die am Bau
der U-Bahn-Grube Waidmarkt beteiligt waren. Probleme auf der
Baustelle gelten als Ursache für das Unglück, bei dem zwei Menschen
starben und ein Sachschaden von etwa einer Milliarde Euro entstanden
ist. Bisher wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und
Baugefährdung lediglich gegen Unbekannt ermittelt. In etwa sechs
Wochen, am 3. März, jährt sich der Einsturz zum fünften Mal. Hätte
die Staatsanwaltschaft die Personen, gegen die nach dem Stand der
Ermittlungen ein konkreter Anfangsverdacht besteht, bis zu diesem
Datum nicht benannt, wären die Taten verjährt.
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