(ots) - In der Union gibt es Bedenken gegen die Pläne von
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) zur Rente mit 63. Der
Vorsitzende der Arbeitnehmer-Gruppe der Unionsfraktion im Bundestag,
Peter Weiß, sagte der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung
(Freitagsausgabe), es gebe Klärungsbedarf an mehreren Punkten: So
müssten dringend noch Vorkehrungen getroffen werden, dass das Gesetz
nicht neue Frühverrentungsanreize setze - etwa für 61-jährige
Arbeitnehmer, die in die Arbeitslosigkeit wechselten. Zudem sei
völlig unklar, wie viele Arbeitnehmer von der Rente mit 63
profitieren würden. "Wir brauchen da aber belastbare Zahlen", sagte
Weiß. Die geplante Regelung zur Anrechnung von
Arbeitslosigkeits-Zeiten bei den erforderlichen 45 Beitragsjahren
müsse erst noch rechtlich geprüft werden. Zu überlegen sei
schließlich, ob die Anrechnung von Arbeitslosigkeit besser nur
befristet ins Gesetz aufgenommen werden solle. Weiß stellte klar:
"Die Rente mit 63 war nicht der Wunsch der Union."
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