(ots) - Es sind gute Nachrichten, die Hessens
Verkehrsminister Rentsch verkündet: Die Zahl der Flüge zwischen 23
und 5 Uhr ist im vergangenen Jahr stark gesunken. Das zeigt, dass
sich die Airlines besser an die neuen Bedingungen in Frankfurt
angepasst haben. Und es verdeutlicht, dass trotz aller Unkenrufe das
Nachtflugverbot weitgehend praktikabel ist. Man denke nur an die
Katastrophenszenarien, die Lufthansa Cargo seinerzeit beschworen
hatte, die aber nicht eingetroffen sind. Dennoch bleibt es das
Geheimnis des Ministers, warum er sich für diese Zahlen derart feiern
lässt. Das Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr am Frankfurter
Flughafen ist geltendes Recht. Es wurde als Ausgleich für die Zunahme
des Fluglärms am Tag geschaffen. Die 712 Ausnahmen im vergangenen
Jahr sind deshalb immer noch zu hoch. Zudem stören die Menschen an
den Einflugschneisen vor allem die Jets, die kurz vor 5 Uhr morgens
in den Endanflug übergehen. Von einem langsamen "Anschwellen" des
Lärms, wie ihn das Bundesverwaltungsgericht inLeipzig für den Morgen
postuliert hat, ist hier nichts zu spüren. Diese Situation dürfte
sich bei "Lärmpausen" auf bestimmten Pisten für diejenigen, die dann
den restlichen Lärm zu tragen haben, sogar noch verschlimmern. Zudem
muss man die Frage stellen, wie genau bei Verspätungslandungen am
Abend hingeschaut wird. Wenn aufmerksame Anwohner immer wieder die
gleichen Ferienflieger nach 23 Uhr einschweben sehen, dann sollte man
misstrauisch bleiben. Steckt hier System dahinter? Rentsch sollte
lieber genauer hinschauen, statt Jubelmeldungen zu verbreiten. Aber
das kann er ja nun bald aus der Opposition heraus machen.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral(at)vrm.de