PresseKat - neues deutschland: Sehr verdächtig

neues deutschland: Sehr verdächtig

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(ots) - Es war einmal ein kleiner schwarzer Kapuzenpulli.
Der wollte seine Großmutter besuchen, eine weise alte Frau namens
Grundrechte. Die wohnte in der Hansestadt Hamburg, die - so kündeten
es der herrschende Bürgermeister und die Stadtschreiber - eine sehr,
sehr gefährliche Stadt war. So gefährlich, dass der allmächtige große
Bulle sagte, dass ab jetzt nur noch seine Regeln gelten und er machen
darf, was er will, damit alle Angst haben und tun, was er sagt. Als
der kleine Kapuzenpulli durch das Gebiet des Bullen kam, wurde er von
diesem gefragt, wer er sei, wohin er wolle und was in dem Korb sei,
und er antwortete: »Ich bin der Kapuzenpulli und will meiner Oma, den
Grundrechten, etwas zu Essen bringen.« »Was? Grundrechte? So etwas
gibt es hier nicht. Du kamst mir ohnehin sehr verdächtig vor. Du
bekommst ein Aufenthaltsverbot«, brüllte der Bulle. Die Großmutter
musste qualvoll verhungern. Ende. Happy End gibt es nicht. Das ist
ein Märchen aus der sogenannten Demokratie der Bundesrepublik im Jahr
2014 und Oma Grundrechte liegt hier tatsächlich im Sterben. Die
gnädig gewährte Freiheit hat nach dem Sieg des Kapitalismus endgültig
ausgedient, auf derartige Hemmnisse wird in Zukunft verzichtet. Was
zählt, ist Sicherheit. Die Sicherheit davor, dass Menschen etwas
verändern oder auch bloß auf die Idee kommen, sich auf das
Grundgesetz zu berufen. Was wo Recht ist, bestimmen schon längst
andere. Je nach Lageeinschätzung und Gefahrengebiet.



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Datum: 06.01.2014 - 18:26 Uhr
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