PresseKat - Probleme erkennen und lösen – die Erfolgsgeschichte der Raven Progressive Matrices

Probleme erkennen und lösen – die Erfolgsgeschichte der Raven Progressive Matrices

ID: 73016

Dr. John Raven zu Gast bei Pearson Assessment in Frankfurt:

Es gibt sie seit über 70 Jahren und ihr Erfolg ist ungebrochen – John Carlyle Raven setzte mit den Raven Progressive Matrices neue Maßstäbe auf dem Gebiet der sprachfreien Intelligenzmessung. Ravens Standard Progressive Matrices wurden 1938 erstmals in Großbritannien veröffentlicht und werden heute in über 100 Ländern eingesetzt. Dr. John Raven führte die Arbeit seinens Vaters, John Carlyle Raven, erfolgreich fort. In Deutschland stellte John Raven einigen wenigen Psychologenkollegen sein neu erschienenes Werk Uses and Abuses of Intelligence vor und besuchte den Testverlag Pearson Clinical and Talent Assessment in Frankfurt, der seit vielen Jahren erfolgreich Ravens Progressive Matrices im deutschsprachigen Raum vertreibt.

(firmenpresse) - Es gibt sie seit über 70 Jahren und ihr Erfolg ist ungebrochen – John Carlyle Raven setzte mit den Raven Progressive Matrices neue Maßstäbe auf dem Gebiet der sprachfreien Intelligenzmessung. Ravens Standard Progressive Matrices wurden 1938 erstmals in Großbritannien veröffentlicht und werden heute in über 100 Ländern eingesetzt. Dr. John Raven führte die Arbeit seinens Vaters, John Carlyle Raven, erfolgreich fort. In Deutschland stellte John Raven einigen wenigen Psychologenkollegen sein neu erschienenes Werk Uses and Abuses of Intelligence vor und besuchte den Testverlag Pearson Clinical and Talent Assessment in Frankfurt, der seit vielen Jahren erfolgreich Ravens Progressive Matrices im deutschsprachigen Raum vertreibt.

Den nachhaltigen Erfolg der Raven Progressive Matrices schreibt Dr. John Raven dem 2. Weltkrieg zu. „Während andere Männer an die Front berufen wurden, entwickelte mein Vater im Dienst der britischen Armee die Matrizentests weiter. 1942 wurde jeder Wehrpflichtige mit den Raven Progressive Matrices getestet.” Einer der großen Vorteile des Tests ist die Tatsache, dass er „auch bei Menschen verlässlich funktioniert, die nicht lesen oder schreiben können,“ so John Raven.

Dr. Ralf Horn, Geschäftsführer von Pearson Assessment (Deutschland) verweist in dem Gespräch mit Dr. John Raven auf einen weiteren wichtigen Punkt für den Erfolg in über 100 Ländern: „Die Matrizentests sind frei von kulturellen Einflüssen. Sie funktionieren in Südafrika ebenso wie in Asien.“ In einem Land wie Südafrika, in dem es elf offizielle Sprachen und unterschiedliche Kulturen gibt, ist dies ein gewichtiges Argument. „Man muss bei diesem Test nicht einmal die gleiche Sprache wie der Testanwender sprechen. Der Test ist praktisch selbsterklärend,“ fügt John Raven hinzu. Analysen von Auswahlverfahren in Südafrika mit den Raven Progressive Matrices haben gezeigt, dass zwischen weißen und schwarzen Bewerbern mit der gleichen Leistungsfähigkeit keine nennenswerten Unterschiede hinsichtlich der Testergebnisse existieren. In den meisten Kulturen und Subkulturen ist der Test damit annähernd in gleicher Weise anwendbar.





Die Raven Progressive Matrices messen zwei sich gegenseitig ergänzende Komponenten der allgemeinen Intelligenz: Zum einen die Fähigkeit, klar zu denken und sinnvolle Schlüsse aus vielschichtigen Informationen zu ziehen („Fähigkeit zur Beziehungsstiftung“) und zum anderen die Fähigkeit, Informationen im Gedächtnis zu speichern und zum richtigen Zeitpunkt zu reproduzieren („Fähigkeit zur Reproduktion“).
Die Progressive Matrices können unter anderem als Intrument bei der Auswahl von (Nachwuchs-)Führungskräften eingesetzt werden, um die Begabung zu logischem Denken und richtigem Schlussfolgern zu beurteilen. Sie bieten sich jedoch auch für einen Einsatz bei schulischen und klinischen Fragestellungen an.

Zurzeit liegen Ravens Matrizentests als klassiche Papier-Bleistift-Tests vor. Es gibt Überlegungen die Raven-Tests auch als Online-Verfahren anzubieten. John Raven steht dieser Entwicklung skeptisch gegenüber. „Das ist eine Frage der Testsicherheit. Es wird schwierig sein, die Testitems geheim zu halten. Das liegt jedoch in der Verantwortlichkeit des Testverlags oder der Person, die den Test nach außen gibt. Auch die Umstände in denen Online-Testungen durchgeführt werden sollen, halte ich im Hinblick auf die Testsicherheit für wichtig und zugleich schwierig.“
Ein Problem stellen sicherlich Items dar, die über eine unsachgemäße Testanwendung ins World Wide Web gelangen können. Bewerber könnten diese Informationsquelle benutzen, um sich entsprechend auf Auswahlverfahren vorzubereiten. „Darum arbeiten wir in Hinblick auf unsere Verfahren an einer sicheren Plattform für Online-Testungen, die eine valide Auswertung garantiert und mit der unsere Tests sicher und verlässlich durchgeführt werden können. Besonders wichtig ist uns in diesem Zusammenhang ein gesicherter Zugang nur für registrierte und zugelassene Testanwender wie etwa Psychologen. Diese haben die nötigen Grundlagen, um die Testergebnisse auch richtig interpretieren zu können“, so Ralf Horn im Gespräch. John Raven sieht für diesen Bereich eben solch genaue und abgesicherte Maßnahmen für Auswahlverfahren als notwendig an, da ein Problem für Personalverantwortliche im Hinblick auf die Entscheidung für den richtigen Kandidaten darin besteht, dass „Bewerber, die die Antworten gelernt haben, die erste Bewerberrunde bestehen könnten, obwohl sie unter normalen Umständen dort bereits gescheitert wären. Am Ende geht es in jedem Job tatsächlich darum, herauszufinden, was zu tun ist, was getan werden sollte, wo die Probleme liegen und wie sie gelöst werden können. Das ist es, was der Test in Wirklichkeit misst. Die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und sie zu lösen“, erklärt John Raven.

In den 26 Kapiteln des Buches Uses and Abuses of Intelligence behandeln verschiedene Studien internationaler Autoren die Problematik einer zuverlässigen psychologischen Intelligenzdiagnostik, die alle Faktoren für die Erfassung des allgemeinen Intelligenzniveaus berücksichtigt. Die Studien des Buches beweisen, dass das, von Wissenschaftlern kritisierte, psychologische Konstrukt der „Fähigkeit zur Beziehungsstiftung“ aus wissenschaftlicher Sicht betrachtet ebenso gesichert ist wie die Defintion von „Härte“ in der Mineralogie oder nach Dr. John Raven: „Die Studien zeigen, dass, soweit es die Raven Progressive Matrices betrifft, die allgemeine kognitive Fähigkeit ebenso real und messbar ist, wie die Fähigkeit zum Hochsprung“. So wird in dem Buch beispielsweise deutlich, dass viele Untersuchungen, die besagen, dass pädagogische Förderprogramme eine ausgleichende Wirkung bei „mehr“ oder „weniger“ kognitiv befähigten Personen aufweisen, falsch sind.
„Das Problem bei vielen Intelligenztests liegt darin, dass sie immer nur eine bestimmte Komponente der Intelligenz erfassen. Um ein vollständiges Bild von einem Kandidaten zu erhalten, benötigt man viel Zeit und hat hohe Kosten. Dazu kommt, dass viele Nicht-Psychologen die Testitems nicht mit den täglichen Arbeitsaufgaben von Angestellten in Beziehung bringen und die Tests trotz nachgewiesener Vorhersagegültigkeit nicht einsetzen“, bestätigt Ralf Horn.

In diesem Zusammenhang kommt Dr. John Raven noch einmal auf die grundlegende Philosophie zu sprechen, die hinter den Raven Progressive Matrices stehen: „Mit den Raven Progressive Matrices verhält es sich wie im richtigen Leben: Man muss zuerst das Problem erkennen. Manchmal ist das Problem nicht von vornherein klar ersichtlich, vielleicht hat man anfangs nur die Ahnung eines Problems. Mit den Items in den Matrizentests ist es ähnlich: man sieht ein Problem; etwas scheint falsch zu sein; ein Teil fehlt; man experimentiert mit den verschiedenen Lösungen, die zur Auswahl stehen und versucht, das richtige Item zu finden. Wenn das erste Teil nicht passt, probiert man einfach das nächste und so weiter. Aber manchmal kann es auch passieren, dass man selbst das Problem als solches gar nicht erkennt …“

Die Raven Progressive Matrices spielen neben ihrem Einsatz in der täglichen Praxis auch in der Forschung eine bedeutende Rolle. „Für Benutzer sind die Raven Progressive Matrices so wertvoll, da sie sich auf ein umfrangreiches und breitgefächertes Hintergrundwissen aus der ganzen Welt stützen können“, erklärt Dr. Ralf Horn den Vorteil für den Praxiseinsatz.
„Bei vielen neuen Tests fehlen diese Hintergrundinformationen oder die Items verändern sich im Laufe der Jahre. Das ist bei den Raven Progressive Matrices nicht der Fall. Und das ist einer der großen Vorteile“, so John Raven. „Unser Datenmaterial reicht viele Jahre zurück. Unsere Tests weisen eine große Anzahl an Messwerten über einen langen Zeitraum hinweg auf. Das ist bei anderen Testverfahren aufgrund ihres Alters gar nicht möglich. Wir können aufgrund der Testergebnisse Aussagen darüber treffen, inwiefern Ernährung, Erziehung und Bildung, demografische Entwicklungen und eine verlängerte Lebenserwartung die kognitive Leistungsfähigkeit eines Menschen beeinflussen. Tatsächlich konnten wir mit Ravens Progressive Matrices beweisen, dass manche Faktoren kaum Einfluss auf die Testergebnisse haben. Wir haben festgestellt, dass das Alter, was Intelligenzmessung angeht, keine nennenswerte Rolle spielt. Der Intelligenzabbau im Alter ist ein Mythos.“
Früher ging man davon aus, dass sich ab dem 25. Lebensjahr die kognitive Leistungsfähigkeit sukzessive abbaut. Die Testergebnisse der Raven Progressive Matrices zeigen vielmehr, dass es sich bei diesem Nachweis um ein Artefakt handelt. Die geistige Leistungsfähigkeit von älteren Menschen bleibt verglichen mit ihren Ergebnissen in jüngeren Jahren nahezu identisch oder steigt in manchen Fällen sogar leicht an. Ein deutlicher Intelligenzabbau im Vergleich zur Altersgruppe einer Testperson ist daher vielmehr als Alarmsignal für einen vorhandenen krankhaften Prozess zu verstehen und erfordert eine eingehende diagnostische Untersuchung.

Abschließend ergänzt Dr. Ralf Horn: „Für uns als Testverlag ist es wichtig, dass unsere Kunden sehen, dass wir bei unseren Produkten Sorgfalt walten lassen. Unsere Tests sollen Menschen helfen. Es ist uns wichtig, dass sich unsere Kunden auf unsere Verfahren verlassen können, auf unsere Forschung und Entwicklung, und auf die Validität der Tests. Das ist zum Beispiel bei dem umfangreichen Informationsmaterial der Raven Progressive Matrices der Fall.“

Ravens Progressive Matrices umfassen die Standard Progressive Matrices, die Coloured Progressive Matrices and die Advanced Progressive Matrices. Andere bekannte Testverfahren sind die Crichton Vocabulary Scales und die Mill Hill Vocabulary Scales.

Interview: Kerstin Barfknecht

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Pearson Clinical & Talent Assessment (Deutschland) mit Sitz in Frankfurt a. M. gehört zur internationalen Pearson Assessment & Information Group. Pearson ist mit renommierten Verfahren, wie den Kaufman-Tests, den Vineland Scales oder dem Minnesota Multiphasic Personality Inventory, einer der führenden Anbieter von Testverfahren für die Intelligenz-, Persönlichkeits- und Entwicklungsdiagnostik, für neuropsychologische Fragestellungen sowie für Personalauswahl und -entwicklung in Deutschland und weltweit.





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Datum: 13.02.2009 - 16:19 Uhr
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Freigabedatum: 13.02.2009
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