(ots) - Keine Einsen, keine Zweien - der Drittklässler
bringt nur Dreien nach Hause. "Mein Fehler!", denken viele, besonders
studierte Eltern mit schlechtem Gewissen. Weshalb dies stimmt nicht,
erklärt Professor Detlef H. Rost, Psychologe und Intelligenzforscher
an der Universität Marburg, im großen Dossier "Wir. Sind. Nicht.
Schuld!" in der neuen Ausgabe der Zeitschrift ELTERN FAMILY (02/2012,
ab morgen im Handel).
Denn nicht in jedem Fall hätten intelligente Eltern "automatisch"
intelligente Kinder, berichtigt Prof. Rost einen weitverbreiteten
Mythos: "Gute Noten werden nicht vererbt. Intelligenz setzt sich
vermutlich aus mehr als hundert Genen zusammen. Bei der Vererbung
können daraus unzählige unterschiedliche Kombinationen entstehen.
Außerdem gibt es das Phänomen der 'Regression zur Mitte'. Sehr
intelligente Eltern haben im Schnitt nicht ganz so intelligente
Kinder. Das gilt auch andersherum: Eltern mit geringer Intelligenz
haben im Schnitt etwas schlaueren Nachwuchs."
Der Experte empfiehlt betroffenen Müttern und Vätern in Sachen
Noten mehr Gelassenheit: "Es ist keine Katastrophe, wenn ein Kind
keine Gymnasialempfehlung bekommt! Und mit Schuld hat das nichts zu
tun. Starker Leistungsdruck führt oft zu Überforderung und zu
emotional unstabilen Kindern bis hin zu späterem Versagen... Man kann
ein Pferd nur zum Brunnen führen, trinken muss es selbst."
Im Übrigen liege es nicht immer an der Intelligenz, wenn ein Kind
Schulschwierigkeiten habe: "Intelligenz ist zwar wichtig für
Leistungen in der Schule. Aber es gibt weitere wichtige Faktoren: Ist
mein Kind motiviert zu lernen und dem Unterricht zu folgen? Ist es
bereit, sich anzustrengen? Hat es ein gutes Arbeitsverhalten, und
macht der Lehrer einen interessanten Unterricht?"
Das ganze Dossier "Wir. Sind. Nicht. Schuld!" jetzt in ELTERN
FAMILY
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