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Wer mit dem Auto zur Arbeit fährt, muss zurzeit besonders gut
aufpassen, denn morgens ist es noch stockfinster. Dadurch sieht man
Fußgänger und Fahrradfahrer erst spät, vor allem, wenn sie dunkel
angezogen sind. Bei Kindern ist das sehr gefährlich, denn sie sind
noch keine geübten Verkehrsteilnehmer. Für die Autofahrer gilt
deswegen erhöhte Aufmerksamkeit. Was Eltern für die Sicherheit ihrer
Kinder tun können, dazu Sabine Longerich von der Unfallkasse Hessen:
O-Ton 19 sec.
"Ein Kind, das helle Kleidung und möglichst viele Reflektoren
trägt, wird vom Autofahrer schon in 150 Meter Entfernung erkannt.
Kinder in dunkler Kleidung sieht man erst, wenn man sich schon auf 25
Meter genähert hat. Man spart wertvolle Reaktionszeit, wenn man
bremsen muss und viele Unfälle könnten so verhindert werden."
Doch Reflektoren sind nicht gleich Reflektoren. Die richtige Farbe
und auch der so genannte Rückstrahlwert sorgen für das entscheidende
"mehr" an Sicherheit:
O-Ton 19 sec.
"Man sollte möglichst gelbe oder weiße Reflektoren wählen, denn
die sieht man am allerbesten, darum empfehlen wir den Kauf. Achten
Sie beim Kauf darauf, dass das geprüfte Qualität ist, dass das
GS-Zeichen vorhanden ist, dass ein Siegel vom TÜV oder vom VDE
vorhanden ist. Sie müssen einen sehr starken Rückstrahlwert haben."
Reflektoren sind an Schulranzen oder Winterkleidung oft schon von
vorneherein angebracht. Beim Kauf sollten die Kinder dabei sein, rät
Susanne Woelk von der Aktion DAS SICHERE HAUS:
O-Ton 24 sec.
"Das beste Sicherheitsmaterial nützt nur dann etwas, wenn das Kind
es auch wirklich trägt. Deswegen sollten die Kinder beim Aussuchen
von Bekleidung und Reflektoren unbedingt dabei sein und
mitentscheiden können. Denn nur was wirklich chic aussieht und was
bequem zu tragen ist, wird auch angezogen. Dabei sollte man nicht
vergessen, dass die Kleidung nach wie vor sicher sein sollte, also
die Reflektoren an allen Seiten angebracht sind: vorne, hinten und
seitlich."
Reflektorstreifen gibt es als Meterware im Kaufhaus, so dass man
vorhandene Winterjacken nachrüsten kann. Die Streifen sollten
mindestens zwei Zentimeter breit sein. Weitere Tipps für einen
sicheren Herbst und Winter haben die Unfallkassen und
Berufsgenossenschaften zusammengetragen. Einfach mal ins Internet
klicken unter www.risiko-raus.de.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio(at)newsaktuell.de.
Pressekontakt:
Sabine Longerich, Unfallkasse Hessen, Tel.: 069 / 29972-619,
s.longerich(at)ukh.de
Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Tel.: 040 / 29 81 04
62, s.woelk(at)das-sichere-haus.de