(ots) - Nach den aktuellen Verbrauchsdaten des Bundesamtes
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) belief sich der
Bioethanolverbrauch im ersten Halbjahr 2011 auf ca. 569.000 Tonnen
gegenüber ca. 545.000 Tonnen im selben Vorjahreszeitraum. Dies ergibt
eine Steigerung von 4,7 Prozent. Damit hat Bioethanol im Benzinmarkt
einen Anteil von 5,7 Prozent erreicht. Wegen des zunehmenden Absatzes
der Kraftstoffsorte E10 ist davon auszugehen, dass der Marktanteil
von Bioethanol im zweiten Halbjahr 2011 weiter steigt.
Produktion in Deutschland leicht rückläufig
Im ersten Halbjahr 2011 produzierten die Bioethanolanlagen in
Deutschland rund 243.000 Tonnen Bioethanol aus den nachwachsenden
Rohstoffen Futtergetreide und Zucker. Dies sind 20.000 Tonnen weniger
als im Vorjahreszeitraum. Dabei war der Anteil von Zucker rückläufig,
und zwar um ein Drittel.
Bioethanolproduktion aus Zuckerüben gesenkt
Der drastische Anstieg der Weltmarktnotierungen für Zucker in den
vergangenen 18 Monaten, insbesondere bedingt durch eine geringere
Ernte in Brasilien, hat zu einer angespannten Versorgungslage auch
auf dem europäischen Zuckermarkt geführt: Aufgrund des höheren
Weltmarktpreises sind die Zuckereinfuhren aus Drittländern deutlich
geringer ausgefallen als geplant. Dies hat die EU-Kommission
veranlasst, 500.000 Tonnen Zucker, die eigentlich für technische
Zwecke, insbesondere für die Erzeugung von Bioethanol bestimmt waren,
für den Absatz im Nahrungsmittelsektor freizugeben. Dietrich Klein,
Geschäftsführer des BDBe dazu: "Das ist ein klarer Beleg dafür, dass
die Versorgung des heimischen Zuckermarktes Vorrang vor anderen
Verwendungen hat. Bioethanol treibt nicht den Zuckerpreis in der EU."
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