(ots) - Braune Knopfaugen waren gestern - heute glotzen
und schielen Kuscheltiere und zeigen Zähne. Aber kleine Kinder finden
die neuen "lustigen" Trend-Monster eher uninteressant, berichtet die
Zeitschrift ELTERN in ihrer aktuellen Ausgabe (Ausgabe 08/11 ab
morgen im Handel).
Sie sind grauschwarz, unförmig, asymmetrisch, sie tragen Narben,
haben kahle Stellen - und sie gehören nicht ins Kinderbett. Denn was
für große Menschen niedlich sein mag, ist es für kleine noch lange
nicht. "Kinder müssen erst lernen, die Mimik eines Wesens zu
erforschen", sagt die Spielzeug-Expertin Sybille Engstrom in ELTERN.
"Was ist gut, und was ist böse?" Dies unterscheiden zu können sei
existenziell und deshalb einer der ersten Entwicklungsschritte im
Leben. Das Böse ist eben nicht unser Freund.
Die neuen hippen "Kuscheltiere" verwischen die Grenze zwischen Gut
und Böse, die Kinder erst entdecken müssen. Aber schaden sie dem
Nachwuchs wirklich? "Einem gut eingebundenen Kind kann ein
Spielzeugmonster nichts anhaben", sagt Sigrid Zverina, "es wird sich
nur kaum dafür interessieren."
Anders sei dies bei traumatisierten Kindern, "die theoretisch mit
ihrem Kuscheltier eine Ersatzbindung eingehen könnten", so die
Kinder- und Jugendpsychologin. Löst das trendige Plüschmonster dann
nur Abscheu aus, statt dem Bedürfnis nach Nähe gerecht zu werden,
stört es laut Zverina die Bindungsfähigkeit des Kindes - dann kann
sogar ein Kuscheltier Schaden anrichten.
Pressekontakt:
Andrea Wagner
Kommunikation/PR
G+J Frauen/Familie/People
Gruner+Jahr AG & Co KG
Tel: 040/3703-2980; Fax -5703
E-Mail: wagner.andrea(at)guj.de