(ots) - Osteoporose (Knochenschwund) ist für zahlreiche
Knochenbrüche im Alter verantwortlich. Der Nutzen einer vorsorglichen
Bestimmung der Knochendichte wurde bisher kontrovers diskutiert. Die
Krankenkassen bezahlen sie nur bei Frauen, die bereits einen
Knochenbruch erlitten haben. Das Institut für Qualität und
Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) schließt anhand seiner
Datenauswertung, dass Knochendichtemessungen bei Frauen auch ohne
vorhergegangenen Bruch sinnvoll sind, berichtet das Patientenmagazin
"HausArzt". Als zuverlässigste Methode nennt das IQWiG das
Röntgenverfahren DXA. Ultraschall sei weniger geeignet. "Die
Knochendichtemessung kann offenbar jene Risikogruppe identifizieren,
für die es sinnvoll ist, vorbeugend Osteoporose-Medikamente
einzunehmen", erklärt Dr. Stefan Sauerland vom IQWiG. Für Männer sei
die Datenlage "erheblich dünner". Nach Schätzungen der Universität
Köln würde die vorsorgliche Knochendichtemessung zu jährlichen
Mehrausgaben bis zu 175 Millionen Euro führen, vor allem wegen der
dann zusätzlich verordneten Medikamente.
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Das PatientenMagazin "HausArzt" gibt der Deutsche Hausärzteverband
in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 2/2011
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