(ots) - Bei den über 65-Jährigen stürzt im Schnitt
jeder Dritte mindestens einmal im Jahr, bei den über 80-Jährigen
jeder Zweite. Dabei erlittene Knochenbrüche sind für sie eine ernste
Bedrohung - auch weil die Furcht vor einem erneuten Sturz sie zu der
fatalen Konsequenz verleitet, sich immer weniger zuzutrauen und sich
weniger zu bewegen. "Ein Kernelement jeder guten Sturzvorbeugung ist
regelmäßige Aktivität", rät Dr. Günther Holthausen, Allgemeinarzt und
Leiter des Zentrums für Ambulante Geriatrische Rehabilitation
München-Riem, im Patientenmagazin "HausArzt". Dabei gehe es nicht um
sportliche Leistung. Ein Spaziergang von einer Stunde Dauer am Tag
sei schon ein geeignetes Training. Auch dabei werden Ausdauer und
Kraft zurückgewonnen. "Wer kraftlos ist, stolpert öfter", so
Holthausen. Nach einer überstandenen Verletzung ist es natürlich auch
sinnvoll, unter Anleitung gezielt alte Fertigkeiten wieder zu üben.
Im Alltag darf man dann aber nicht in Passivität verfallen. Selbst
bei 90- bis 100-Jährigen konnten in einer Studie mit leichten Übungen
noch Leistungsverbesserungen zwischen 60 und 360 Prozent erzielt
werden.
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Das PatientenMagazin "HausArzt" gibt der Deutsche Hausärzteverband
in Kooperation mit dem Wort & Bild Verlag heraus. Die Ausgabe 1/2011
wird bundesweit in Hausarztpraxen an Patienten abgegeben.
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