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ZDF-Politbarometer Extra Baden-Württemberg November 2010 / "Stuttgart 21": Befürworter und Gegner gleichauf / Landtagswahlabsicht: Keine eindeutigen Mehrheiten

ID: 304171

(ots) - "Stuttgart 21": Der geplante Umbau des Stuttgarter
Hauptbahnhofs von einem Kopfbahnhof zu einem unterirdischen
Durchgangsbahnhof ist für 51 Prozent der Baden-Württemberger zurzeit
das mit weitem Abstand wichtigste Problem in ihrem Bundesland. Zudem
geben 38 Prozent an, dass dieses Thema für ihre Entscheidung bei der
Landtagswahl sehr wichtig oder wichtig ist, für 60 Prozent ist es
nicht so wichtig bzw. überhaupt nicht wichtig für ihre
Wahlentscheidung (weiß nicht: 2 Prozent).

Wenige Tage vor Abschluss der Schlichtungsgespräche wird der Umbau
in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof von 40 Prozent aller
Wahlberechtigten in Baden-Württemberg befürwortet und von 39 Prozent
abgelehnt (egal bzw. weiß nicht: 21 Prozent). Bei den
Wahlberechtigten in der Region Stuttgart sprechen sich 44 Prozent
dafür aus, und 40 Prozent sind dagegen (egal bzw. weiß nicht: 16
Prozent). Die Gegner begründen ihre Ablehnung vor allem (28 Prozent)
mit den Kosten, 12 Prozent halten das Projekt für überflüssig, und
jeweils 5 Prozent nennen den Naturschutz, technische Bedenken oder
fehlende Transparenz der Entscheidung.

Der Neubau der Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Ulm hingegen
stößt auf wesentlich weniger Ablehnung: Hierfür sprechen sich 41
Prozent aller Wahlberechtigten im Land aus, und nur 17 Prozent sind
dagegen (egal bzw. weiß nicht: 42 Prozent). In der Region Stuttgart
befürworten 47 Prozent die Neubaustrecke, und 23 Prozent lehnen sie
ab (egal bzw. weiß nicht: 30 Prozent).

Die Schlichtungsgespräche zu "Stuttgart 21" finden 86 Prozent
grundsätzlich gut und nur 12 Prozent sehen das nicht so (weiß nicht:
2 Prozent). Über die Wirkung der Schlichtung sind die Meinungen
jedoch geteilt: 47 Prozent glauben, dass die Gespräche zu einer
wesentlichen Beruhigung der Lage führen, 50 Prozent sehen das jedoch




nicht so (weiß nicht: 3 Prozent).

Auf die Frage, welche Partei die eigene Meinung zum Thema
"Stuttgart 21" am ehesten vertritt, nennen 34 Prozent der
Wahlberechtigten in Baden-Württemberg die CDU, 28 Prozent nennen die
Grünen und nur 5 Prozent die SPD (FDP und Linke jeweils 1 Prozent).
Von keiner Partei vertreten fühlen sich bei diesem Thema 7 Prozent,
und 24 Prozent haben dazu keine Meinung.

Rund vier Monate vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg kommt
die CDU in der Politbarometer-Projektion auf 39 Prozent, die SPD
erreicht lediglich 19 Prozent, die Grünen werden mit 26 Prozent klar
zweitstärkste politische Kraft, die FDP kommt auf 5 Prozent, die
Linke auf 4 Prozent und verschiedene andere Parteien zusammen auf 7
Prozent. Aufgrund der statistischen Fehlerbereiche von Umfragen ist
damit offen, ob die FDP und die Linke den Einzug in den Landtag
schaffen könnten. Nach jetzigem Stand hätten weder CDU und FDP noch
Grüne und SPD eine sichere parlamentarische Mehrheit. Regierungsfähig
wären derzeit nur Koalitionen aus CDU und Grünen bzw. aus CDU und SPD
oder Dreier-Koalitionen.

Bei der letzten Landtagswahl im März 2006 kam die CDU auf 44,2
Prozent und die SPD auf 25,2 Prozent. Die Grünen erzielten damals
11,7 Prozent, die FDP 10,7 Prozent und die WASG 3,1 Prozent. Die
sonstigen Parteien kamen zusammen auf 5,1 Prozent der Stimmen.

Bei der Frage, wen die Baden-Württemberger am liebsten als
Ministerpräsidenten hätten, wird der Amtsinhaber, Stefan Mappus,
lediglich von 30 Prozent der Wahlberechtigten im Land genannt. Der
Spitzenkandidat der Grünen, Winfried Kretschmann, kommt auf 20
Prozent, und den SPD-Kandidaten, Nils Schmid, wollen lediglich 9
Prozent. Keinen der drei wollen 6 Prozent, und 35 Prozent haben keine
Meinung oder trauen sich kein Urteil zu, weil sie mindestens einen
der Kandidaten nicht kennen.

Die Noten für die Spitzenpolitiker im Land auf der +5/+5-Skala
fallen ebenfalls sehr mäßig aus. Ministerpräsident Stefan Mappus
(CDU) wird mit minus 0,3 am schlechtesten bewertet und polarisiert
stark. Den besten Wert erhält mit 0,6 Winfried Kretschmann (Grüne),
den aber rund die Hälfte der Befragten mangels Bekanntheit nicht
beurteilen können - ebenso wie den FDP-Spitzenkandidaten und
stellvertretenden Ministerpräsidenten, Ulrich Goll, der 0,1 erhält.
Eine Mehrheit von 61 Prozent traut sich kein Urteil über Nils Schmid
(SPD) zu. Die, die ihn kennen, geben ihm im Durchschnitt eine 0,3.

Die Umfrage zu diesem Politbarometer Extra in Baden-Württemberg
wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen
durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 22. bis 24.
November 2010 bei 1910 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten
telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die
wahlberechtigte Bevölkerung in Baden-Württemberg. Der Fehlerbereich
beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei
Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von 10 Prozent rund +/- zwei
Prozentpunkte. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag,
3. Dezember 2010.

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 -
706100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/politbarometer



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ZDF-Pressestelle
Telefon: 06131 / 70 - 2120
Telefon: 06131 / 70 - 2121


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Datum: 26.11.2010 - 10:18 Uhr
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