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Weltarmutsgipfel: Politiker müssen mehr Gas geben/Krankenpfleger in Sierra Leone: 80 Stunden die Woche, kein Urlaub, 110 Dollar

ID: 259112

(ots) - Im Vorfeld des Millenniumsgipfels, der am
20.9. in New York beginnt, ruft die internationale
Kinderhilfsorganisation World Vision die Politiker aller Länder auf,
sich mehr für die Erreichung der Entwicklungsziele einzusetzen.
"Politiker und Entscheider sowohl in den Industrieländern, als auch
in den Ländern des Südens haben es in der Hand, ob die Ziele wie
versprochen bis zum Jahr 2015 erreicht werden können. So hat
beispielsweise Sierra Leone im April ein neues Gesetz erlassen, dass
es Schwangeren, jungen Müttern und Kleinkindern erlaubt, die
Gesundheitsdienste kostenlos zu nutzen", erläutert Christoph
Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.
"Entwicklungshilfeminister Niebel hat auch Recht, wenn er betont,
dass Entwicklung nur im Dreiklang möglich ist. Alle Akteure sind
gleichermaßen gefragt und müssen an einem Strang ziehen, die
Regierungen, die Zivilgesellschaft und der Privatsektor. Aber auch
jeder einzelne Politiker kann sich dafür einsetzen, dass die
Milleniumsentwicklungsziele erreicht werden und jeder Bürger kann
wiederum seinen Abgeordneten ermahnen und mittels einer Petition
daran erinnern, sich insbesondere mehr für das Wohl der Kinder
einzusetzen."

Stefan German, Direktor Forschung & UN-Beziehungen bei World
Vision, erläutert: "Auch die afrikanischen Länder selbst sind
gefordert. Sie haben sich im Jahr 2001 in Abuja verpflichtet, 15
Prozent ihrer Staatshaushalte für Gesundheit zu verwenden. Und wir
sehen, dass es hilft. So konnte beispielsweise Tansania die
Kindersterblichkeitsrate erheblich senken, unter anderem weil sie ihr
Budget für Gesundheit verdoppelt haben."

World Vision fordert die Länder des Südens ebenfalls auf, mehr
dafür zu tun, dass gut ausgebildetes und engagiertes Personal auch in
entlegenen Dörfern zur Verfügung steht. Die Gesundheitsstationen




müssen besser ausgestattet werden und über wichtige Medikamente in
ausreichendem Maße verfügen. Auch Krankentransportmöglichkeiten zum
nächst größeren Krankenhaus gehören zur Grundausstattung.

Martin Senesie, Krankenpfleger in dem kleinen Dörfchen Baoma im
Südwesten Sierra Leones, sagt: "Ich bin hier in der Region mit meiner
Kollegin, die auch Krankenschwester ist, für etwa 6.500 Menschen
verantwortlich. Wir arbeiten sieben Tage die Woche, es gibt keinen
Urlaub und im Monat verdienen wir umgerechnet 110,- US-Dollar. Die
Medikamente sind meistens schon vor Ende des Monats verbraucht. Bei
ernsthaften Erkrankungen oder schwierigen Geburten gibt es in der
Nähe keinen Arzt oder Krankenhaus."

World Vision Deutschland hat in der Region um Baoma vor kurzem ein
langfristiges Entwicklungsprojekt gestartet. Im Fokus ist zunächst
die Gesundheit der Kleinkinder und Mütter.

Der MDG-Gipfel in diesem Jahr ist sehr wichtig, da bis zur
Erreichung der versprochen Ziele nur noch fünf Jahre verbleiben. "Die
Lage ist sehr ernst", sagt Germann. "Noch immer sterben täglich fast
24.000 Kleinkinder unter 5 Jahren. Das entspricht ungefähr dem
Absturz von 40 mit Kindern vollbesetzten Airbus A380 am Tag."

BILDMATERIAL und INTERVEWS:

Aktuelles Videomaterial, sowie zwei Hintergrundgeschichten mit
Fotos können im Vorfeld abgerufen werden!! Interviews mit den
Experten Stefan Germann und Marwin Meier vermittelt die Pressestelle.

Die Petition können Sie hier unterschreiben:
www.gesunde-kinder-weltweit.de

Weitere Informationen unter www.worldvision.de



Pressekontakt:
Silvia Holten in New York vom 19. - 24.9.2010 unter +49(0)175-29 59
758 oder e-mail: silvia_holten(at)wvi.org
Pressestelle in Friedrichsdorf 06172-763151 oder -153 oder e-mail:
presse(at)worldvision.de


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Datum: 16.09.2010 - 15:36 Uhr
Sprache: Deutsch
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Friedrichsdorf



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