PresseKat - G8-Gipfel: Der Tod wartet nicht! Politiker müssen gegen Sterben von Millionen Kindern vorgehen!

G8-Gipfel: Der Tod wartet nicht! Politiker müssen gegen Sterben von Millionen Kindern vorgehen!

ID: 212790

(ots) - World Vision Jahresbericht:
Wirtschaftskrise dämpft nur vorübergehend Erwartungen

Vor dem Hintergrund des bevorstehenden G8-Gipfels in Kanada macht
die internationale Kinderhilfsorganisation auf ihrer heutigen
Jahres-Pressekonferenz darauf aufmerksam, dass auf dem G8-Gipfel
endlich ganz gezielt gegen das massenhafte Sterben von Kleinkindern
vorgegangen werden muss. "Der Tod wartet nicht", betont Christoph
Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland.
"In der einen Stunde dieser Pressekonferenz werden wieder fast 1.000
Kinder unter fünf Jahren gestorben sein. Letztes Jahr einigten sich
die G8-Staaten auf den "Consensus for Maternal, Newborn and Child
Health", der jetzt unbedingt umgesetzt werden muss, wenn wir nicht
möchten, dass in den kommenden zwölf Monaten wieder fast neun
Millionen Kinder sterben, weil sie unterernährt sind oder weil es
keine medizinische Versorgung, kein sauberes Trinkwasser oder nicht
die richtigen Medikamente gibt. Die Millenniums-Entwicklungsziele für
die Gesundheit von Müttern und Kindern liegen in weiter Ferne und
können nicht erreicht werden, wenn alles seinen gewohnten Gang geht."

Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch an World Vision nicht
spurlos vorbei gegangen. Dennoch verzeichnete die Organisation im
Finanzjahr 2009 (1. Oktober 2008 - 30. September 2009) nur leichte
Rückgänge bei den Einnahmen. "Wir sind optimistisch, dass der
Negativtrend aufgehalten wurde. Erste Zahlen des neuen Finanzjahres
zeigen, dass eine Kehrtwende erreicht werden konnte", betont
Christoph Hilligen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und
zuständig für die Finanzen. "Die konstante Weiterentwicklung und
Verbesserung der Projektarbeit bleibt eines unserer wichtigsten
Anliegen. Wir möchten erreichen, dass nach dem Ende der
Projektlaufzeit, die etwa 15 Jahre beträgt, die Menschen in den




betroffenen Regionen langfristig und nachhaltig ein gutes und
erfülltes Leben haben. World Vision sieht es hierbei als eine
Kernaufgabe an, insbesondere den Kindern eine Perspektive und Zukunft
zu geben."

Im Finanzjahr 2009 führte World Vision von Deutschland aus 93
langfristige Regional-Entwicklungsprojekte in insgesamt 29 Ländern
durch. Zusätzlich kümmerten sich die Mitarbeiter in 59
Schwerpunktprojekten u.a. um HIV/AIDS-Aufklärung, um Kinder, die vom
Krieg betroffen sind und um Kinderrechte. Diese Schwerpunktprojekte
sind in der Regel in die regionalen Entwicklungsprojekte eingebunden.
Im Bereich humanitärer und Katastrophenhilfe wurden 79 Projekte in 26
Ländern durchgeführt. Als internationales Hilfswerk mit Büros und
lokalen Strukturen in fast einhundert Ländern kann World Vision in
den allermeisten Fällen in kürzester Zeit auf Krisen und Katastrophen
reagieren. Ein internationales Nothilfe-Team, das speziell für solche
Fälle ausgebildet wurde, kann binnen 24 - 72 Stunden Hilfsmaßnahmen
organisieren.

"Große Sorgen bereiten uns die sogenannten 'vergessenen
Katastrophen' u.a. in Sudan, Somalia und der Demokratischen Republik
Kongo", betont Waffenschmidt. Im Sudan gebe es demnächst ein
Referendum, das über die Unabhängigkeit des Süd-Sudan entscheiden
soll. Je nach Ausgang könne es in dem Land wieder zu mehr Gewalt
kommen. In Bezug auf Somalia machte Waffenschmidt darauf aufmerksam,
dass auch in diesem Land, das vielfach nur mit Piraterie, Bürgerkrieg
und Terror in Verbindung gebracht werde, ganz normale Menschen und
Kinder lebten, die seit vielen Jahren nur Angst und Schrecken kennen
gelernt hätten. In der Demokratischen Republik Kongo seien
insbesondere Vergewaltigungen an der Tagesordnung. In diesem
Zusammenhang betonte Waffenschmidt, dass die internationale UN
Friedenstruppe MONUC unbedingt länger vor Ort bleiben müsse.

Als dritte wichtige Säule der Arbeit von World Vision nannte
Waffenschmidt das Thema politische Anwaltschaftsarbeit. "World Vision
versteht sich als Anwalt und Sprachrohr der Kinder dieser Welt. Das
Wohl dieser Kinder ist Maßstab unserer Arbeit", erläuterte
Waffenschmidt. Als Beispiel, wie Anwaltschaftsarbeit funktionieren
könne, nannte er die Arbeit in Sierra Leone. Dort habe die Regierung
nun verfügt, dass Kinder unter fünf Jahren, sowie Schwangere und
Mütter kostenfreie Gesundheitsbetreuung bekommen. Daran hätten die
Kolleginnen und Kollegen in Sierra Leone maßgeblichen Einfluss
gehabt.

Die weltweite Arbeit von World Vision ist christlich motiviert,
aber nicht einer bestimmten Konfession verbunden. Grundlage ist das
Prinzip der gelebten Nächstenliebe. Die Hilfe wird allen gewährt, die
bedürftig sind, unabhängig von ihrer religiösen, politischen,
ethnischen oder sonstigen Zugehörigkeit. World Vision arbeitet mit
Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen zusammen und zählt neben
Christen auch Muslime, Buddhisten und Hindus zu seinen Mitarbeitern.

HINTERGRUND

World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit
den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit,
humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im
Finanzjahr 2009 wurden 236 Projekte in 47 Ländern durchgeführt. World
Vision Deutschland ist Teil der weltweiten World
Vision-Partnerschaft. World Vision unterhält offizielle
Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit
dem Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen.
World Vision Deutschland ist Mitglied der Bündnisse "Aktion
Deutschland Hilft" und Gemeinsam für Afrika. www.worldvision.de



Pressekontakt:
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Tag der PK zur Verfügung gestellt.

Der aktuelle Jahresbericht liegt auf der Internetseite:
http://www.worldvisiondeutschland.org/data/pr-ftp/jb09de_web.pdf

Bei Interviewanfragen und weiteren Fragen wenden Sie sich an die
Pressestelle von World Vision Deutschland e.V., Tel.: 06172
763-151/155, Silvia Holten, Pressesprecherin, Tel. 0175-2959758,
Email: presse(at)worldvision.de


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Datum: 18.06.2010 - 10:40 Uhr
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