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Wer hat eigentlich bei uns die Macht: die Politik oder die
Wirtschaft? Regiert tatsächlich das Geld die Welt? Über Macht sowie
Ohnmacht der Politik, über die Absurditäten einer heiß gelaufenen
Finanzwelt, über Moral und Unmoral diskutiert Richard David Precht
mit Prof. Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW), in der ZDF-Philosophiesendung "Precht" am
Sonntag, 16. Oktober 2016, 0.00 Uhr.
Homo oeconomicus und homo sociologicus - noch nie erschien es
notwendiger, beides zu sein, und noch nie schien beides weniger
vereinbar zu sein als heute. Die Anforderungen der Globalisierung und
das Aufblühen des Neoliberalismus wirken wie die Vertreibung aus dem
Paradies der sozialen Markwirtschaft. Während die Wirtschaft sich in
Stellung bringt, taumelt die Politik zwischen Anspruch und
Wirklichkeit, so Richard David Precht.
Gegen die Übermacht der globalen Monopolisten wie Google, Amazon
oder Facebook helfen nur globale Regelungen, so Fratzscher, der zu
einem der renommiertesten und streitbarsten Ökonomen in der
Bundesrepublik gehört. Nationalstaaten wie Deutschland seien nur so
stark und einflussreich, so lange sie als Teil eines starken Europas
ihre Interessen vertreten. Nationale Alleingänge, so Fratzscher,
seien zum Scheitern verurteilt. Noch gehe es uns allgemein recht gut
in Deutschland, sagt Marcel Fratzscher, doch wenn wir den Anschluss
im Freihandel verpassten, siehe die umstrittenen Freihandelsabkommen
TTIP und CETA, schlössen die USA solche Abkommen mit China oder
Südamerika, und die Deutschen hätten wirtschaftlich das Nachsehen.
Allerdings kritisiert er vehement den Verhandlungsprozess von TTIP.
Es sei ein riesiger Fehler der Politik, den Prozess nicht transparent
zu machen und die Menschen nicht mit einzubeziehen.
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