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Anmoderationsvorschlag:
Heiraten, Kinder kriegen und den Haushalt schmeißen. Für immer
mehr Frauen ist das keine wirkliche Alternative. Auch sie wollen
finanziell unabhängig sein und einen Job, der Spaß macht. Um das
alles unter einen Hut zu kriegen, arbeiten viele Frauen Teilzeit.
Oder sie setzen länger im Job aus, als sie eigentlich mal geplant
hatten. Problem dabei: Aus der Teilzeit kommt nur wenig Rente. Oliver
Heinze berichtet.
Sprecher: 40 Prozent der Ehen sind laut Statistik nach 25 Jahren
wieder geschieden. Eine Heirat ist also kein wirklich verlässliches
finanzielles Ruhekissen. Frauen haben aber auch noch jede Menge
andere Probleme bei der Altersvorsorge, sagt Dr. Michaela Willert vom
Versicherungsverband GDV.
O-Ton 1 (Dr. Michaela Willert, 0:27 Min.): "Zum einen haben sie
eine höhere Lebenserwartung als Männer und müssen also länger mit
ihren Ersparnissen auskommen. Gleichzeitig erwerben sie während ihres
Berufslebens geringere Ansprüche aus der gesetzlichen Rente, die
immer noch die wichtigste Einkommensquelle im Alter ist. Denn sie
verdienen im Schnitt weniger als Männer, unterbrechen häufiger ihren
Job oder arbeiten verkürzt. Ich rate Frauen deshalb, selbst mit
kleinen Beiträgen zu sparen und sich darauf einzustellen, dass sie
ein Leben lang selbst etwas für ihre Altersvorsorge machen müssen."
Sprecher: Und dabei gilt vor allem eins: Der frühe Vogel fängt den
Wurm.
O-Ton 2 (Dr. Michaela Willert, 0:31 Min): "Nur ein früher Start
sichert tatsächlich langfristig einen erfolgreichen Vermögensaufbau.
Leider wird die Altersvorsorge oft hinten angestellt, wenn die Kinder
da sind. Das ist fatal. Deshalb sollte die private Altersvorsorge so
gut es geht aufrechterhalten werden, auch mit Unterstützung des
Partners. Es ist ganz wichtig, da durchzuhalten. Wenn die Frau für
die Familie da ist, warum soll dann nicht überlegt werden, was aus
dem gesamten Familieneinkommen, also nicht nur aus dem der Frau, für
die Absicherung da ist? Auch wenn es da Streit gibt: Dafür sollten
Frauen immer offensiv kämpfen."
Abmoderationsvorschlag:
Mehr Tipps dazu gibt's im Internet unter ww.gdv.de. Und morgen
beschäftigen wir uns in unserer kleinen "Altersvorsorge für
Frauen"-Serie mit dem Thema: "Flexibilität ist Trumpf".
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Pressekontakt:
Una Großmann
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