Weser-Kurier: Kommentar von Michael Lambek zu Hessens Alleingang bei der Wasserentsorgung aus der Kaliproduktion
(ots) - Zugespitzt könnte man sagen, der hessische
Vier-Stufen-Plan zur Entsorgung der Abwässer aus der Kaliproduktion
verschiebt die Entsorgung auf einen Zeitpunkt, zu dem es nichts mehr
zu entsorgen gibt, weil die Produktion nicht mehr stattfindet.
Angesichts der Interessenlage anderer Länder, allen voran
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen, ist dieser Ansatz
politisch kaum einigungsfähig. Hinsichtlich des drohenden
Vertragsverletzungsverfahrens hat die Strategie sogar etwas dreistes.
Offenbar nimmt Hessen zusammen mit K+S Kurs auf eine
Ausnahmegenehmigung und versucht nun zunächst die Partner der
Flussgebietsgemeinschaft in dieses Boot zu bekommen. Ob Brüssel dabei
mitspielt, ist zweifelhaft, denn der Europäische Gerichtshof hat sich
in Sachen Wasserrahmenrichtlinie bisher nicht sehr großzügig gezeigt.
Selbst wenn er der Kali-Produktion ein zwingendes öffentliches
Interesse zugesteht, ist das hessische Konzept nicht ohne
Alternative. Es gibt weiterhin die Option der Salzabwässerentsorgung
über eine Fernleitung in die Nordsee. Und nachdem das Unternehmen
bereit ist, 400Millionen Euro in die Entsorgung zu
investieren, scheint auch das Finanzierungsproblem der Pipeline
beherrschbar. Daraus könnte am Ende noch ein Kompromiss gezimmert
werden.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion(at)Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.11.2014 - 19:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1132733
Anzahl Zeichen: 1599
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Weser-Kurier: Kommentar von Michael Lambek zu Hessens Alleingang bei der Wasserentsorgung aus der Kaliproduktion"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
"Aus Seehofers Sicht macht es durchaus Sinn, auf
die populistische Karte zu setzen. Aber es ist erschreckend, wenn der
Ministerpräsident eines großen Bundeslandes dafür ausgerechnet solch
ein sensibles Thema wählt. Seine platten Vereinfach ...
Die Anwälte der Kundus-Hinterbliebenen haben einen
Fonds zur Finanzierung der Klagen gegen die Bundesregierung
eingerichtet. Wie der Bremer Rechtsanwalt Karim Popal dem Bremer
Weser-Kurier (Sonntagsausgabe) sagte, sollen damit die Kostenrisiken
...
Ein Grenzfall der Demokratie
von Joerg Helge Wagner Es ist ein bislang einmaliger Vorgang in
dieser Republik: Über den Fortgang eines verkehrspolitischen
Großprojekts soll in einem Schlichtungsverfahren entschieden werden -
wie bei einer Tari ...