(ots) - Der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende
Armin Laschet ist der Überzeugung, dass es bei weiteren Recherchen
über die Hintergründe des NSU-Terrorismus zu neuen Ergebnissen kommen
kann und will nunmehr insbesondere die Rolle der V-Leute in einem
Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags in den
Mittelpunkt stellen. "Es ist eine Kernfrage und aufzuklären, ob man
wirklich Mordtaten gedeckt hat, um V-Leute zu schützen. Wenn das so
gewesen wäre, wäre dies eine Grenzüberschreitung, die nicht
akzeptabel ist", so der christdemokratische Politiker in der Sendung
phoenix Runde im Fernsehsender phoenix. Das Gremium des NRW-Landtags
solle sich ausschließlich um die Fälle in Nordrhein-Westfalen
kümmern. "Man muss sehen, ob es da weitere Netzwerke zu den Fällen in
Köln und Dortmund gibt", so Laschet.
Der CDU-Politiker war überzeugt, dass noch längst nicht alle
Fakten der Morde des rechtsextremen NSU aufgedeckt worden seien. "Ich
glaube, man könnte noch manches finden. Vieles ist noch ungeklärt und
es sind auch noch nicht alle gehört worden. Aber selbst, wenn man
nichts findet, ist man es den Opfern schuldig, alles getan zu haben,
um es herauszufinden", meinte Laschet, der auch
NRW-Landesvorsitzender seiner Partei ist. Gerade beim Anschlag in der
Kölner Keupstraße seien die Hinweise auf einen terroristischen
Hintergrund offenkundig gewesen.
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