(ots) - Experten rechnen in den nächsten zehn Jahren
mit einer Steigerung des Verkehrsaufkommens um 45 bis 50 Prozent.
Angesichts bereits heute überfüllter Straßen und Autobahnen sollten
angesichts solcher Prognosen bei allen Städte- und Regionalplanern
sowie bei den Wirtschaftsfördern die Alarmglocken endlich laut
schrillen. Während sich die Politik allerorten gerne im Kleinklein
verliert, sind bei der Verkehrsinfrastruktur große Würfe und Visionen
überfällig. Dies gilt auch für unsere Region. Eine kluge
Zukunftsstrategie umfasst ganz konkrete Projekte wie den
sechsspurigen Ausbau der Autobahn A3 zwischen Rosenhof und dem
Autobahnkreuz Regensburg, aber auch Weichenstellungen für
intelligente Verkehrsmanagement-Lösungen gerade in den
(Innen-)Städten oder für die Wege dorthin. Bedauerlicherweise kennt
die Politik nicht selten nur zwei konträre Zielsetzungen: die
weitgehende Verbannung des Individualverkehrs oder eine Verbesserung
des Verkehrsflusses. Ein Oder ist hier allerdings der falsche Ansatz.
Am Ende geht es darum, den Verkehr effizienter zu gestalten,
Warenströme sinnvoll zu lenken. In der Oberpfalz steht das
Verkehrsnetz schon jetzt an seiner Belastungsgrenze. Und die
Wirtschaft wächst. Wer will, dass das so bleibt, darf mit seinen
Konzepten aber nicht an Grenzen haltmachen, sondern muss großräumig
denken.
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