(ots) - Aus Sicht von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) muss
die SPD nach dem Rücktritt von Agrarminister Hans-Peter Friedrich
Vertrauen wiederherstellen. "Wir haben in allen
Koalitionsregierungen, insbesondere in einer Großen Koalition, einen
besonderen Wert des Vertrauens. Dieses Vertrauen ist aus meiner Sicht
beschädigt worden", sagte die saarländische Ministerpräsidentin im
phoenix-Interview. Die Perspektive für die Große Koalition sei zwar
"nach wie vor vernünftig", setze jedoch auch eine "vernünftige Basis
der Zusammenarbeit" voraus. Dabei sieht Kramp-Karrenbauer den
SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann "in einer Bringschuld". Er
habe "die Aufgabe, aber auch die Chance verdient, zu beweisen, dass
er diese Koalition will". Eine Kompensation durch Entgegenkommen in
inhaltlichen Fragen lehnt die Ministerpräsidentin ab: "Ich halte
nichts von Koppelgeschäften". Es müssten die "zwei großen
Themenfelder Energiewende und Rentenreform" auf den Weg gebracht
werden. Im Bezug darauf könne die Union "zurecht erwarten, dass die
Vorschläge der SPD eine Qualität haben, dass man darüber gut beraten
kann".
Das Interview heute in der phoenix-Sendung Der Tag um 23.00 Uhr.
Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
presse(at)phoenix.de