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Badische Neueste Nachrichten: Salto rückwärts

ID: 1002285

(ots) - Es passt einfach nicht zusammen. Am gleichen
Tag, an dem der neue Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel
und die neue Umweltministerin Barbara Hendricks zusammen mit ihren
Amtskollegen aus Frankreich, Großbritannien und Italien von der
EU-Kommission eine ehrgeizigere Klimapolitik verlangen und sich dafür
aussprechen, den CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu
senken, wird bekannt, dass in Deutschland die Stromproduktion aus
Braunkohle den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990
erreicht hat. Widersprüchlicher geht es kaum. Während Deutschland mit
dem Ausstieg aus der Atomenergie und der Energiewende beim
Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen will, feiert ausgerechnet
der Klimaschädling Nummer eins, die Braunkohle, eine ungeahnte
Renaissance, bei deren Verbrennung im Vergleich zu allen anderen
fossilen Energieträgern besonders viel Kohlendioxid freigesetzt wird.
So macht die massenhafte Verstromung der Kohle in Nordrhein-Westfalen
und in der Lausitz alle Einsparerfolge, die die Verbraucher mit
Zusatzkosten in zweistelliger Milliardenhöhe zu bezahlen haben,
wieder zunichte, seit vier Jahren steigen die Emissionen in
Deutschland wieder, 2012 und 2013 fiel der Anstieg besonders stark
aus. Deutschland, der Musterknabe von einst, ist weit davon entfernt,
seine Einsparziele zu erreichen und hinkt längst hinterher. Die
Erklärung für die Renaissance des Energieträgers ist einfach: Der
Strom aus Braunkohle ist unschlagbar billig. Für die Betreiber ist es
überaus lukrativ, die Kraftwerke laufen zu lassen und den Überschuss
an Strom ins Ausland zu exportieren, zumal die Braunkohleförderung
von der EEG-Umlage ausgenommen ist. Und die SPD, die in NRW und
Brandenburg regiert, hat kein Interesse daran, die Arbeitsplätze in
diesem Bereich zu gefährden. Moderne und schadstoffarme
Gaskraftwerke, die viel besser zur Energiewende passen würden, weil




sie Schwankungen bei der Produktion von Öko-Strom flexibel
ausgleichen können, haben im Vergleich dazu keine Chance. So
verhindert die Braunkohle weitere Fortschritte bei der Energiewende.
Ein Mittel gäbe es, den Strom aus Braunkohle mit einem Schlag
unattraktiv zu machen - eine drastische Erhöhung der
CO2-Emissionszertifikate. Je teurer die Verschmutzungsrechte, desto
rentabler sind saubere Kraftwerke.



Pressekontakt:
Badische Neueste Nachrichten
Klaus Gaßner
Telefon: +49 (0721) 789-0
redaktion.leitung(at)bnn.de


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Datum: 07.01.2014 - 22:37 Uhr
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