Rheinische Post: Kommentar /
Koalition der müden, teuren Kompromisse
= Von Antje Höning
(ots) - Schon der erste Entwurf des Koalitionsvertrages
verrät: Schwarz-Rot verbindet kein nationales Projekt und keine große
Vision. Nicht Aufbruchstimmung durchweht die 177 Seiten, sondern die
Müdigkeit zäher Verhandlungen. Anstatt die Chance zum großen Wurf zu
nutzen und etwa in der Energiepolitik den schnellen Ausstieg aus der
Ökostrom-Förderung zu vereinbaren, schließt die Koalition teure
Kompromisse: Irgendwann müsse der Ökostrom am Markt bestehen - aber
erst einmal subventioniert man lieber auch noch Kohle-Kraftwerke.
Anstatt den Bürgern in der Sozialpolitik reinen Wein einzuschenken,
addiert man einfach die Wahlversprechen. Die Union bekommt ihre
Mütterrente, die SPD ihre Korrekturen bei der Rente mit 67 und für
alle gibt's den Mindestlohn. Die drei Parteichefs können sich ihren
Mitgliedern als Gewinner des Pokers präsentieren, Verlierer sind die
Steuer- und Beitragszahler. 48 Milliarden Euro zusätzlich kostet die
große Koalition, wenn sie noch die letzten, strittigen Wünsche
durchwinkt. Das Ganze einzuleiten mit dem Satz, man wolle die
Fundamente der Sozialen Marktwirtschaft stärken, klingt hohl. Nun ist
es an Merkel und Gabriel, den größten Unfug zu tilgen. Eine große
Koalition kann mehr.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.11.2013 - 21:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 987547
Anzahl Zeichen: 1465
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar /
Koalition der müden, teuren Kompromisse
= Von Antje Höning"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...