WAZ: Ein Makel bleibt am Bischof haften
- Kommentar von Christopher Onkelbach
(ots) - Niemals hat es einen vorbestraften katholischen
Bischof in der Bundesrepublik gegeben, und daran wird sich vorerst
nichts ändern. Doch es bleibt ein Makel. Anders als der ehemalige
Bundespräsident Christian Wulff hat Franz-Peter Tebartz-van Elst
wegen der Einstellung des Verfahrens gegen eine Geldauflage nun keine
Chance mehr auf einen Freispruch erster Klasse.
Die Richter zeigten sich unbeeindruckt von der heftigen
Begleitmusik rund um Lügen, Baukosten und Prunksucht. Sie wägten kühl
die Frage der Verhältnismäßigkeit. Das juristische Kapitel ist damit
abgeschlossen.
Doch das interessiert die Gläubigen wenig, denn das zerstörte
Vertrauen tilgt der Richterspruch nicht. In Scharen kehrten die
Enttäuschten ihrer Kirche den Rücken. Wiederholt hat die
Diözesanversammlung klar gemacht, dass sie Tebartz-van Elst in
Limburg nicht mehr sehen will. Seine Rückkehr wäre somit eine
Provokation.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.11.2013 - 19:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 983039
Anzahl Zeichen: 1193
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Ein Makel bleibt am Bischof haften
- Kommentar von Christopher Onkelbach"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...