WAZ: Die Arroganz des Kaufhof-Chefs
- Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Bislang lieferten sich die Einzelhändler einen
erbitterten Kampf um Preise, Sortimente und Standorte. Das gehört zum
Wettbewerb. Wenn Kaufhof-Chef Lovro Mandac nun erklärt, er würde
einige Karstadt-Filialen allenfalls übernehmen, wenn sie ihm
geschenkt würden, verletzt er Regeln des guten Anstands. Das klingt
so, als blicke Mandac arrogant auf seinen am Boden liegenden
Konkurrenten herab und tritt auch noch nach.
Auch der Kaufhof hatte seine Krisen, hat sich wenig ruhmreich etwa
aus den Innenstädten von Mülheim und Oberhausen zurückgezogen und
stand bei der Konzernmutter Metro lange auf der Verkaufsliste. Es mag
ja vieles gegen eine Deutsche Kaufhaus AG sprechen. Aus Arbeitsplatz-
und Wettbewerbssicht jedenfalls ist dem wankenden Karstadt-Konzern zu
wünschen, dass er nachhaltig wieder auf die Beine kommt.
Die 20.000 Beschäftigten haben in den letzten Jahren schon genug
unter Missmanagement, Stellenabbau und Lohnverzicht gelitten. Sie
haben es einfach nicht verdient, dass nun auch noch die Konkurrenz
den Kampf der Karstadt-Mitarbeiter um ihre Zukunft unnötig erschwert.
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Datum: 17.11.2013 - 18:50 Uhr
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