WAZ: Wie früher die Rosstäuscher. Kommentar von Gerd Heidecke
(ots) - Für die Vorstellung braucht es nicht viel Fantasie:
Das Auto war kaum erfunden, da wurde bereits der erste Gebrauchtwagen
mit warmen Worten und heimlich zurückgedrehtem Kilometerzähler an den
gutgläubigen Mann gebracht. Aus dem aufs Automobil umgesattelten
Rosstäuscher von früher ist längst ein versierter Computerbetrüger
geworden, der mit Laptop und Diagnosestecker einen Langläufer in
einen kaum eingefahrenen So-gut-wie-neu-Wagen verwandelt. Ob
tatsächlich bei jedem dritten der 6,9 Millionen
Gebrauchtwagengeschäften im vergangenen Jahr am Tacho gedreht wurde,
ist eine zumindest höchst zweifelhafte Hochrechnung. Zweifellos wird
es den Betrügern bei jüngeren Autos zu einfach gemacht. Ob die letzte
Gesetzesverschärfung von 2005, die bei Tacho-Manipulation bis zu ein
Jahr Gefängnis vorsieht, etwas gebracht hat, ist unter Experten
umstritten. Gerade dem privaten Gebrauchtkäufer bleibt als erste
Vorsichtsmaßnahme nur die gesunde Skepsis gegenüber vermeintlichen
Schnäppchen. Wer ein Auto kauft, dessen Laufleistung sich nicht
glaubwürdig dokumentieren lässt, der setzt schnell aufs falsche
Pferd.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.10.2013 - 19:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 970280
Anzahl Zeichen: 1399
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Wie früher die Rosstäuscher. Kommentar von Gerd Heidecke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...