WAZ: Kleinsparer hätten es verdient. Kommentar von Wolfgang Mulke
(ots) - Die Kleinsparer werden für die Kosten der
Finanzkrise zur Kasse gebeten. Sichere und zugleich akzeptabel
verzinste Geldanlagen gibt es für sie kaum noch. Gerade einmal ein
Viertelprozent zahlt manches Institut für das Geld auf dem Sparkonto.
Die deutlich höhere Teuerungsrate frisst das Ersparte wieder auf. Da
drängt sich der Vorschlag der Sparkassen als Ausgleich für die
einseitige Belastung der Bürger geradezu auf. Der Staat spart
Milliardensummen, weil die Zinsen so niedrig sind. Einen Teil davon
soll er über die Förderung der Kleinsparer wieder an die Bürger
zurückgeben. Die Riester-Rente ist einer der Ansatzpunkte. Der
Reformbedarf dort ist vorhanden. Ein höherer Grundzuschuss kann auch
jene Arbeitnehmer von der privaten Zusatzvorsorge überzeugen, die
bislang davon Abstand genommen haben. Auf lange Sicht lohnt sich das
auch für den Staat, weil weniger zukünftige Rentner auf Leistungen
der Grundsicherung angewiesen sein würden. Auch bei der
Wohnungsbauprämie könnte über eine Anhebung der Einkommensgrenzen
mittleren Schichten gut unter die Arme gegriffen werden. Beides würde
etwas mehr Sicherheit bei der Eigenvorsorge bewirken - und auch mehr
Gerechtigkeit bei der Verteilung der Krisenkosten.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.10.2013 - 19:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 968537
Anzahl Zeichen: 1515
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Kleinsparer hätten es verdient. Kommentar von Wolfgang Mulke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...