WAZ: Energiewende frisst ihre Kinder. Kommentar von Thomas Wels
(ots) - Der gestrige Tag wirft ein selten grelles
Schlaglicht auf die Folgen der Energiewende. Da meldet der kommunale
westfälische Energieversorger Enervie mal so eben seinen kompletten
Kraftwerkspark zur Stilllegung an, weil ein Weiterbetrieb 30
Millionen Euro im Jahr versenken würde. Und zugleich verkündet der
Bundesverband Windenergie, wie toll sich das
Erneuerbare-Energien-Gesetz bewährt habe und wie erfolgreich
Einspeisevorrang und garantierte Mindestpreise doch waren. Misst man
Erfolg daran, wie viele Kraftwerke auf Basis von Steinkohle und Gas
in die Unwirtschaftlichkeit getrieben wurden, dann hat die
Windenergie-Lobby recht. In Wahrheit führt die entfesselte Öko-Umlage
zu einer gewaltigen unkontrollierten Wertevernichtung. Und die kommt
nun mit Macht in den Kommunen an. Dividendenhalbierung von RWE,
Probleme mit der eigenen Erzeugung, alsbald enorme Ausfälle bei der
Gewerbesteuer. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Bürger. Die
werden es später auch sein, die mit ihrer Stromrechnung für die
Bereitstellung der unwirtschaftlichen Kraftwerke zahlen müssen. Denn
ohne geht es (noch lange) nicht. Der Gipfel der Absurdität ist, dass
auch Pumpspeicherkraftwerke vom Netz gehen. Die Energiewende frisst
ihre Kinder.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.09.2013 - 18:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 953101
Anzahl Zeichen: 1538
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Energiewende frisst ihre Kinder. Kommentar von Thomas Wels"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...