WAZ: Billiges Fleisch hat seinen Preis. Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Wenn wir heute Abend die Schweinenacken-Steaks zu
2,99 Euro das Kilo auf den Grill werfen, wollen wir nicht darüber
nachdenken, wie das Fleisch so billig auf den Rost kommt. Der
Preiskampf unter den Discountern fordert seinen Tribut: Die Erzeuger
bekommen weniger für ihre Tiere, und in den Fleischfabriken arbeiten
Tausende Osteuropäer unter unwürdigen, der Grünen-Politiker Priggen
spricht gar von unmenschlichen Bedingungen. Der Fraktionschef kann
sich vorstellen, dass sowohl die Löhne der Beschäftigten als auch
deren Unterkünfte kontrolliert werden. Priggen trifft da einen wunden
Punkt. Denn öffentliche Hand und Betriebsräte haben kaum
Möglichkeiten, Einfluss auf die Arbeits- und Lebensbedingungen der
Osteuropäer zu nehmen. Allein bei der Einhaltung des Arbeitsschutzes
kann das Land einschreiten. Ob es deshalb so klug war, die Kontrollen
der Schlachtbetriebe publikumswirksam anzukündigen, sei
dahingestellt. Bewegen müssen sich die Arbeitgeber. Sie müssen dem
Arbeitnehmerentsendegesetz beitreten und Mindestlöhne zahlen. Wenn
das Steak dann etwas teurer wird, können wir es wenigstens mit gutem
Gewissen genießen.
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Datum: 02.08.2013 - 19:11 Uhr
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