Mitteldeutsche Zeitung: zu Fluthilfe
(ots) - Das Land will die möglichen Höchstgrenzen
ausschöpfen. Auch das ist gut - es ist allerdings auch richtig, dass
es eine Grenze gibt. Dieser Staat ist eine Solidargemeinschaft - aber
keine Vollkaskoversicherung gegen alle Lebensrisiken. Wo man kann,
muss jeder vorsorgen. Im konkreten Fall: Mit einer Flut-Versicherung.
Immer wieder hört man, dass Versicherer diese teils in
Hochrisikogebieten verweigerten oder die Policen überzogen teuer
seien. Es ist Aufgabe der Politik, dies zu prüfen - und
gegebenenfalls eine Pflichtversicherung einzuführen. Vorsorge tut
jedenfalls Not. Es gibt kein Soli-Abo und es ist blauäugig zu
denken, dass die anderen Bundesländer alle zehn Jahre ihre klammen
Schatullen klaglos öffnen. Nicht auf jede Flut folgt eine
Bundestagswahl. Zweimal hat die Solidarität jetzt geklappt. Weil es
hier um tausende Existenzen geht, ist das Thema zu Ernst, um
auszuprobieren, ob auch dabei alle guten Dinge drei sind.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 29.07.2013 - 19:03 Uhr
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