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neues deutschland: Rassendiskriminierung in den USA

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(ots) - Der Fall Trayvon Martin trifft beide: die schwarze
Community und den ersten afroamerikanischen US-Präsidenten Barack
Obama. Dafür sprechen die Demonstrationen in mehr als 100 Städten des
Landes und dafür spricht Obamas Rede. Sie hat sicher nicht nur die
Eltern des 17-jährigen gerührt, der unbewaffnet vom freien Wachmann
George Zimmerman erschossen wurde. Obama traf wieder einmal den Ton,
als er seine eigenen Rassismus-Erfahrungen schilderte: »Trayvon
Martin, das hätte ich vor 35 Jahren sein können.« Obamas wohlgesetzte
Rede kam bei der afroamerikanischen Community mehrheitlich gut an.
Die Erregung über den Freispruch von Zimmerman kann sie freilich
nicht mildern. Denn in diesem Punkt ließ Obamas Rede Klarheit
vermissen. Dass das Skandalurteil durchaus rechtens sein könnte,
liegt am ins Recht gegossenen Unrecht des »Stand your
Ground«-Gesetzes, das es jedem erlaubt, bei einem Bedrohungsgefühl
auch tödliche Gewalt einzusetzen. Und welcher Richter kann schon
Bedrohungsgefühle ausschließen? Das Gesetz gehört abgeschafft und
Obama hätte hier seine Formel »Yes, we can« in die Rede einflechten
müssen. Stattdessen beließ er es bei der rhetorischen Frage, ob
dieses Gesetz wirklich zum Frieden beitrage. Doch mit Rhetorik
alleine lässt sich Rassismus nicht bekämpfen. Es bedarf dazu vor
allem Gesetzen, die gesellschaftliche Gleichberechtigung
festschreiben und eine Exekutive, die sie umsetzt. Bisher gilt unter
Obama »Yes, we scan« und nicht »Yes, we can.«



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Datum: 21.07.2013 - 18:12 Uhr
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